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Review: Silent Force
 
Silent Force - RISING FROM ASHES

Album:
 RISING FROM ASHES, 2013, AFM

Stil:
 Melodic Hard Rock, Melodic Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 U.B., 01.02.2014

Review:
 Nach knapp sieben Jahren gab es im vergangenen Dezember überraschend ein neues Album von Silent Force. Viele hatten die Band schon abgeschrieben und nun ist sie wie Phönix aus der Asche wieder da. In diesem Fall ist der Albumtitel eindeutig Programm. Sieben Jahre sind im Musikgeschäft eine halbe Ewigkeit. Grund für die lange Abstinenz ist einerseits im Engagement von Gitarrist Alex Beyrodt bei anderen Bands wie Voodoo Circle, Sinner und Primal Fear, andererseits im Besetzungswechsel auf direkt drei Positionen zu sehen. Vor allem der Weggang von Sänger D.C. Cooper ist gravierend. Gehört Herr Cooper mit seiner kristallklaren Stimme doch zu den besten Frontleuten im Melodic Metal. Mit Alexander Del Vecchio an den Keyboards und Mat Sinner am Bass stießen zwei erfahrene Leute zur Formation. Der gute Mat ist ja bereits Bandkollege von Alex Beyrodt bei Primal Fear und Sinner. Bleibt noch der Posten am Mikro. Nun, der wurde mit Michael Bormann prominent besetzt. So hatte Bormann bei der Band The Sygnet, die Truppe aus der Silent Force hervorging, diese Position bereits schon inne. Außerdem war er am Songwriting für das Silent Force Album THE EMPIRE OF FUTURE maßgeblich beteiligt. Michael Bormann dürfte den meisten Leuten durch seine Tätigkeit für die Melodic Rocker von Jaded Heart, und diverse Solo Scheiben bekannt sein. Weniger bekannt ist, dass Bormann ein eigenes Tonstudio besitzt, Gitarre, Keyboards und Bass spielt und ein vielbeschäftigter Songwriter ist. Als Silent Force Fan der ersten Stunde war ich besonders gespannt wie sich Silent Force anno 2013 anhören würde.

Schauen wir uns doch einfach die besten Stücke mal an. Mit schreddernden Gitarren und wild wirbelnden Drums bringt "Caught in their wicked Game" direkt altes Silent Force Feeling zurück. Da sind auch die dazwischen aufblitzenden Keyboards die nie zu stark im Vordergrund stehen. Schön die altbekannten neoclassic Speed Einlagen im Wechsel mit sprudelnden Gitarren Licks von Gitarrist Alex Beyrodt wieder hören zu können. Nur die Vocals sind ungewohnt. Michael Bormann ist eine richtige Rockröhre, rau und leicht heiser und unterscheidet sich von seinem Vorgänger extrem.
Bei "There ain't no Justice" werden die metallisch schneidenden Power Gitarren von einer Keyboard Breitseite abgelöst. Bei aller musikalischer Kraftmaierei besitzt das Stück eine gute Eingängigkeit. Schöne Hard Rock Nummer.
Nach mächtigem Auftakt stampft "Circle of Trust" dahin, unterbrochen von ruhigen, melodischen Einschüben die Abwechslung bringen. Ein flottes Gitarrensolo darf auch nicht fehlen.
"Living to die" haut einem anfangs die harten Gitarrenriffs aber so was von um die Ohren. Dazu passen die wummernden Drums die man etwas in den Hintergrund gemixt hat die aber immer noch deftig reinhauen. Im weiteren Verlauf entwickelt sich der Song zum gelungenen Melodic Hard Rock mit eindringlichem Gesang der hier weniger rau klingt als von Bormann gewohnt. Hervorheben möchte ich den tollen Refrain und die geschickten Führungswechsel von Gitarren und Keyboards.
Auch "Before you run" legt mit einer Gitarren Attacke heftig los. Schnelle Wechsel zu den Keys und treibende, progressive Drums vor dem Hintergrund eines pumpenden Basses und eindringliche Vocals sind die markanten Zeichen des Stückes.
Ist ein Großteil des Albums in den Achtzigern verwurzelt wird das auf "You gotta kick it" besonders deutlich, im positiven Sinne. Gitarren und Drums hauen mächtig auf den Pudding bevor Bass und Vocals einen Soloauftritt haben. Was für ein Headbanger mit mitreißenden Chorus, you gotta kick it, yeah! That does kick some serious ass! Das Stück geht sofort ins Ohr und nicht wieder raus. Ein Ohrwurm eben. Hier fühlte ich mich ständig an Def Leppard zu glorreichen PYROMANIA und HYSTERIA Zeiten erinnert.
Auf "Turn me loose" stehen die Gitarren klar im Schatten der Keyboards die hier viel mehr Raum einnehmen als sonst und auch mal ein längeres Solo spielen dürfen. Um es kurz auf den Punkt zu bringen, der Arena Rock der Achtziger lässt grüßen.
Klar, bei einem Titel wie "Born to be a Fighter" geht es brachial zur Sache. Hier würde eine Ballade so gut passen wie Mireille Mathieu auf dem Wacken Open Air. MM kennt keiner mehr, na ist auch besser so.
"Kiss of Death" schlägt in die gleiche Kerbe, hart und kompromisslos ohne ein gehöriges Maß an Melodic vermissen zu lassen. Eine prima Mischung aus Def Leppard und Foreigner beschreibt es aus meiner Sicht ganz gut.

Fazit: Ist das noch Silent Force wie wir sie kennen? Nicht so ganz. Die Band ist stilistisch vom Melodic Power Metal mehr zum Melodic Hard Rock mutiert. Das Metal-lastige “Caught in their wicked Game” lasse ich bewusst mal außen vor. Power Metal Tempo wird nur selten erreicht, von den Gitarrensoli abgesehen, die Tracks sind fast ausschließlich im Midtempo Bereich. Ein Wechsel in der Position des Sängers ist immer problematisch, ist es doch gerade der Sänger der in den meisten Fällen als DAS Erkennungszeichen einer Band dient. Nun hat man mit Michael Bormann stimmlich auch noch genau das Gegenteil von D.C. Cooper ans Mikro gestellt. Verfügt Cooper über eine, wie eingangs erwähnt, glasklare, einschmeichelnde Stimme so ist das Pendant von Bormann rau, etwas heiser und rauchig. Bitte nicht falsch verstehen, Michael Bormann ist ein klasse Sänger aber eindeutig im Hard Rock und weniger im Metal zu Hause. Hinzu kommt das Bormann entscheidend am Songwriting für dieses Album beteiligt war und er, was liegt näher, nun mal Hard Rock Songs geschrieben hat. Ist das schlecht? Nein, dafür sind die Songs zu überzeugend und die Performance aller Musiker ist prima. Die neoclassic Frickeleinlagen von Alex Beyrodt und die variablen Drums mit viel Power gespielt von Andre Hilgers sind wahrlich nicht von schlechten Eltern. Die raue, markante und ehrliche Stimme von Bormann gefällt mir auch sehr gut, doch Silent Force wie früher ist das nicht mehr. Das fällt besonders auf wenn man sich ein älteres Album und RISING FROM ASHES direkt hintereinander anhört. Ehrlicher wäre es gewesen das Album unter einem neuen Bandnamen zu veröffentlichen. Viel verlangt, gewiss, wollte man sicher nicht auf den bekannten Namen verzichten. So bleibt als Fazit, wo Silent Force drauf steht ist 2013 ein etwas anderes Silent Force drin. Geboten wird toller Melodic Hard Rock mit Metal Einschlag. Ich betone, es ist ein wirklich gutes Album, aber nicht mehr die gewohnten Silent Force. Es ist eben nicht jeder Band wie Kamelot vergönnt einen Sänger, in dem Fall Roy Kahn, durch einen stimmlichen Zwillingsbruder zu ersetzen. Macht aber nichts, das neue Album überzeugt auf alle Fälle.

Anspieltipps:
 "Caught in their wicked Game", "Circle of Trust", "Living to die", "Before you run", "You gotta kick it", "Turn me loose", "Anytime anywhere".

Tipp:
 Leute die Silent Force kennen und lieben sollten diese Album nicht blind kaufen, dafür ist der vollzogene Stilwechsel zu stark ausgeprägt. Wer auf Melodic Hard Rock, härteren AOR und Arena Rock steht und die Stimme von Michael Bormann bereits auf den Alben von Jaded Heart schätzte, darf sich hier freuen und erhält genau die musikalisch Kost die ihm (oder ihr) mundet.

Titel-Liste:
 
  1. Caught in their wicked Game
  2. There ain`t no Justice
  3. Circle of Trust
  4. Living to die
  5. Before you run
  6. You gotta kick it
  7. Turn me loose
  8. Born to be a Fighter
  9. Anytime anywhere
  10. Kiss of Death
  11. I`m gonna rescue you

Laufzeit:
 47:45 Min.

Probehören und Kaufen:
Silent Force: RISING FROM ASHES


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