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Review: Sirenia
 
THE ENIGMA OF LIFE

Album:
 THE ENIGMA OF LIFE, 2011, Nuclear Blast

Stil:
 Gothic Metal, Symphonic Metal

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 V.R., 04.02.2011

Review:
 Vor zehn Jahren verließ Morten Veland Tristania aufgrund musikalischer wie auch persönlicher Differenzen. Während Tristania sich im Anschluss in eine kommerziellere Richtung entwickelten, gründete Morten Veland die neue Band Sirenia, bei welcher er sich ganz dem klassischen Tristania-Stil widmete. Mit den Jahren kehrte aber auch im Hause Sirenia ein gewisser kommerzieller Touch ein und neben dem klassischen Gothic Metal fanden auch zunehmend Elemente des Symphonic Metals Einzug in den Sound der Band. So begab es sich schließlich, dass Morten im letzten Jahr eine weitere Band namens Mortemia gründete, bei der er seine reine Gothic Metal-Seite ausleben kann. Bei Sirenia ist er aber weiterhin die führende Kraft und unter seiner Federführung erscheint in diesem Jahr ein neues Album. Während die Sängerinnen zumeist von Platte zu Platte ausgewechselt wurden, gibt es auf dem neuen Album THE ENIGMA OF LIFE mit Ailyn die gleiche Stimme zu hören, die Fans bereits von der THE 13TH FLOOR-Scheibe bekannt sein dürfte. In welche Richtung Sirenia sich darüber hinaus entwickelt haben, klärt die folgende Rezension.

Gleich beim ersten Song "The End of it all" sollte Sirenias Marschrichtung anno 2011 Jedem klar werden. Im Kern wird dem Hörer hier zwar immer noch Gothic Metal präsentiert, allerdings mit deutlichen Ausschmückungen aus dem Symphonic Metal-Bereich. Harte Gitarrenriffs und Uptempo-Rhythmen dürfen dementsprechend ebenso wenig fehlen wie melodische Keyboards. Im Zentrum steht allerdings die zarte, stellenweise zerbrechliche, manchmal auch glasklare Stimme von Sängerin Ailyn. Gegen Ende bekommt der Hörer aber auch noch Mortens Grunts zu hören, die durchaus gut ins Gesamtbild passen. Insgesamt gesehen handelt es sich um einen guten, typischen und alles andere als unerwarteten Einstieg ins Album. Das sind wieder die etwas kommerzielleren Sirenia, die man auch schon von den letzten zwei Alben kennt.
Das Tempo wird bei Song Nummer Zwei namens "Fallen Angel" dann ein gutes Stück nach unten korrigiert. Überhaupt erinnern Sirenia hier eher an typische Symphonic Metal-Bands wie neuere Within Temptation als an den klassischen Gothic Metal. Natürlich muss dies nichts Schlechtes bedeuten, doch leider besitzt der Song ein großes Problem: er ist schlicht und einfach recht langweilig ausgefallen und plätschert weitgehend ohne Höhepunkte dahin. Lediglich der hochmelodische Refrain lässt kurz aufhorchen.
"All my Dreams" wird durch moderne Rhythmen eingeleitet, doch schon noch kurzer Zeit entwickelt sich der Song durch die Unterstützung finsterer Gitarrenriffs zu einem recht typischen Gothic Metal-Song, wenn auch mit stark kommerzieller Note. Wie schon beim zweiten Titel hat Morten Velands Stimme hier Sendepause, was ein wenig schade ist, da auf diese Weise noch mehr Abwechslung ins Spiel gekommen wäre. In jedem Fall ist dieser Song aber wieder ein ganzes Stück besser ausgefallen als der letzte.
Auch "This Darkness" beginnt mit ungewöhnlich moderner Rhythmusausstattung, entwickelt sich aber, wie schon der vorhergehende Song, zu einem Gothic Metal-Kracher, der auch endlich wieder zumindest eine Spur härter ausgefallen ist. Trotz allem wurde auch hier natürlich nicht auf extrem eingängige Melodien und pompösen Kitsch verzichtet, so dass wir es hier mit einem weiteren Sirenia-Song jüngerer Prägung zu tun haben, wenn auch mit einem durchaus sehr guten.
"The Twilight in your Eyes" zeigt die Band dann eher von der ruhigen Seite. Für eine Ballade hat der Titel zwar eindeutig noch zu viel Feuer und Druck, doch verglichen mit den bisherigen Songs wurde die Härte hier schon ein ganzes Stück zurückgefahren. Ansonsten gibt es zu dem Song wenig zu sagen, bis auf die Tatsache, dass er eher zu den langweiligeren Titeln des Albums gehört.
Auch das extrem kommerziell angelegte, stark Symphonic Metal-lastige "Winter Land" ist nicht wirklich aufregend ausgefallen. Diesen Musikstil hat man von anderen Bands einfach schon viel besser präsentiert bekommen, da sollten sich Sirenia doch mehr an den typischen Gothic Metal halten, da sie dabei ihre wahren Stärken ausspielen können.
Selbigen gibt es leider auch bei "A Seaside Serenade" nicht zu hören, obwohl Sirenia hier zumindest ein Stückchen düsterer zu Werke gehen als bei der letzten Nummer. Dennoch kommt der Titel einfach zu glattgebügelt daher und lässt Ecken und Kanten völlig vermissen. So etwas wie Atmosphäre kommt lediglich in der chorunterlegten Bridge auf.
"Darkened Days to come" ist dann fast schon gothic-rockig ausgefallen und überrascht mit modernen Keyboardklängen und männlichem Klargesang. Diese Fakten mal beiseite geschoben, gehört der Titel eindeutig zu den stärksten Songs des Albums, da hier von vorne bis hinten einfach alles stimmt. Ein klar strukturierter Spannungsbogen ist ebenso vorhanden wie peppige Ohrwurmmelodien. Seine Wurzeln kann der Titel allerdings nicht verleugnen, erinnert er doch stark an den Tristania-Klassiker "Angellorequot;, doch sind dies ja nicht die schlechtesten Präferenzen und warum soll ein Morten Veland nicht auch bei sich selbst klauen dürfen?
Wer dann aber doch mehr auf den klassischen Gothic Metal steht, wird sich mit "Coming down" sicher anfreunden können, da sich Sirenia hier endlich wieder stärker an ihren eigenen Wurzeln orientieren und den Symphonic Metal-Pomp ein gutes Stück zurückfahren. An dessen Stelle treten hier die typischen, harten Gitarrenriffs und auch Morten darf endlich wieder grunzen. Vom alten Tristania-Flair ist man zwar immer noch eine ganze Ecke entfernt, aber dennoch klingt dieser Titel im Gegensatz zu vielen anderen dieses Albums recht erfrischend.
Das nächste Lied namens "This lonely Lake" geht dafür wieder umso stärker in die Symphonic-Richtung, ist aber dennoch ein durchaus gelungener Song, da er mit einem wunderschönen Ohrwurmrefrain aufwarten kann.
"Fading Star" dagegen lässt sich wohl am ehesten als moderner Gothic Metal bezeichnen. Harte Riffs sind hier nämlich ebenso vorhanden wie sehr modern anmutende Keyboard-Sounds. So richtig überzeugen kann diese Mischung allerdings nicht. Im Refrain gibt es dann glücklicherweise wieder wunderschöne Chöre zu hören, die den Titel auf ein höheres Level heben und wir es somit insgesamt doch noch mit gutem Mittelmaß zu tun haben.
Der letzte reguläre Song des Albums ist auch gleichzeitig der Titeltrack und trägt dementsprechend den Namen "The Enigma of Life". Während das Lied von der Melodieführung anfangs noch stark an den Theatre of Tragedy-Klassiker "The Masquerader and Phoenix" erinnert, gewinnt es im weiteren Verlauf stark an eigenem Charme und gehört insgesamt zu den stärksten Titeln der Platte. Stilistisch lässt sich der Song am ehesten als Ballade einordnen.
Im Anschluss gibt es als Bonus Tracks noch eine spanische Version des vierten Songs zu hören, hier als "Oscura Realidad" betitelt, sowie eine noch wesentlich ruhigere, akustische Fassung des Titeltracks "The Enigma of Life". Beide sind allerdings nicht weiter erwähnenswert und eher unter der Rubrik ‚überflüssig’ einzuordnen.

Fazit: Wirklich schade, dass Sirenia auch auf ihrem neuen Album dem kommerziellen Stil der letzten beiden Platten treu bleiben. Ursprünglich hatte Morten Veland unter dem Namen Sirenia ja seiner Vorliebe für klassischen Gothic Metal gefrönt, wie schon bei Tristania. Doch der Symphonic Metal-Boom scheint auch an ihm nicht spurlos vorübergegangen sein, was sich bei vielen Titeln des Albums bemerkbar macht. Sirenias Stärken lagen aber seit jeher eher im Gothic Metal-Bereich, so auch auf diesem Album, während die Symphonic Metal-lastigen Titel des Albums bis auf wenige Ausnahmen leider eher durchschnittlich ausfallen. Zudem ist die Platte einfach viel zu sehr auf Kitsch und Kommerz ausgerichtet, was sich stellenweise sehr negativ auf die Atmosphäre auswirkt. Positiv dagegen anzumerken ist die wunderschöne Stimme der Sängerin, hier liegt ganz klar eine der Stärken der Band. Mortens Grunts spielen dagegen leider, wie schon auf den letzten Alben, eine eher untergeordnete Rolle, werden aber, in den seltenen Momenten, in denen sie auftauchen, stets sehr stimmig und passend eingesetzt. Wer eher diese Art des Gesangs bevorzugt, sollte sich dementsprechend einmal das Mortemia-Album anhören, denn dort wird musikalisch ein ähnlicher, etwas härterer, Stil, allerdings ausschließlich mit Grunzgesang, geboten, und das auf sehr hohem Nivrau. Auf THE ENIGMA OF LIFE gibt es dagegen leider nur guten Durchschnitt zu hören.

Anspieltipps:
 "The End of it all", "This Darkness", "Darkened Days to come", "Coming down", "The Enigma of Life".

Tipp:
 Diese Platte ist eher etwas für Fans von Symphonic Metal-Bands wie neuere Within Temptation als für Tristania-Liebhaber, jene sollten besser zu Mortemia greifen.

Titel-Liste:
 
  1. The End of it all
  2. Fallen Angel
  3. All my Dreams
  4. This Darkness
  5. The Twilight in your Eyes
  6. Winter Land
  7. A Seaside Serenade
  8. Darkened Days to come
  9. Coming down
  10. This lonely Lake
  11. Fading Star
  12. The Enigma of Life
  13. - Bonus Tracks -
  14. Oscura Realidad
  15. The Enigma of Life (Acoustic Version)

Laufzeit:
 64:56 Min.

Probehören und Kaufen:
Sirenia: THE ENIGMA OF LIFE (Ltd. Ed.)

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