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Review: Sonata Arctica
 
Sonata Arctica - PARIAH’S CHILD

Album:
 PARIAH’S CHILD, 2014, Nuclear Blast

Stil:
 Melodic Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 V.R., 30.03.2014

Review:
 In den letzten Jahren konnten es Sonata Arctica keinem so wirklich recht machen. Die beiden ersten beiden Alben der Finnen gelten zwar weithin als moderne Klassiker des melodischen Power Metals europäischer Prägung und auch bei den dezent progressiveren, aber dennoch superben Werken WINTERHEART’S GUILD und RECKONING NIGHT gibt es keine zweite Meinung - den Schritt zum extrem progressiven UNIA-Album aber konnten und wollten die Fans nicht mehr mitmachen. Obwohl das folgende THE DAYS OF GRAYS wieder super war, kam die Mischung aus Power Metal, Progressive Metal und symphonischen Elementen wieder nicht sonderlich gut an, vom Hard Rock-lastigen, bei den Fans sehr unbeliebten STONES GROW HER NAME ganz zu schweigen. Doch 2014 soll alles anders werden. Nicht weniger als die musikalische Rückkehr zu seligen ECLIPTICA- und SILENCE-Zeiten hat Sänger Tony Kakko den Anhängern der Band zur anstehenden Veröffentlichung des neuen Albums PARIAH’S CHILD versprochen. Keine Experimente mehr und auch kein Progressive Metal, sondern Power Metal pur. Ob er und seine Band Wort halten oder es sich dabei doch nur um leere Worthülsen handelt , soll nunmehr nicht länger ein Geheimnis bleiben.

"The Wolves die young" heißt der Opener – und er bietet sehr melodischen, angenehm einfach gehaltenen Metal mit Ohrwurmgarantie. Die Rückkehr zu einfacheren Songstrukturen ist also tatsächlich erfolgt, doch Power Metal kann man das eigentlich nicht nennen, denn dafür fehlt es dem Song an Härte.
Das fetzige "Running Lights" lässt sich noch am ehesten als Power Metal bezeichnen. Hier geben Sonata Arctica endlich mal wieder Vollgas.
Die erste Enttäuschung folgt leider auf dem Fuße, denn das verspielte "Take one Breath" ist nur ein mittelmäßiger und zudem eher sperriger Song. Zwar kennt man so etwas von Sonata Arctica schon von den letzten Alben, doch sind es eben gerade Titel wie dieser, die bei den Fans auf Ablehnung stoßen.
Umso schöner, dass "Cloud Factory" wieder die perfekte Mischung aus griffigen Songstrukturen und eingängigen Ohrwurmmelodien darstellt. Fast wie früher - nur in Sachen Härte müssen die Erwartungen etwas zurückgeschraubt werden.
Mit "Blood" folgt ein etwas schnellerer und härterer, aber ebenfalls sehr eingängiger Song, ehe den Hörer das Albumhighlight "What did you do in the War Dad?" erwartet. Hier gelingt Sonata Arctica das Kunststück, progressive Strukturen in einen sonst sehr eingängigen Song einzubauen, der mit seinen melancholischen Melodien und den ergreifenden Lyrics gleich beim ersten Hören zu überzeugen weiß.
"Half a Marathon Man" fängt besinnlich, fast schon folkloristisch an, entwickelt sich dann aber schnell zu einem fröhlichen, stellenweise etwas rockigen Melodic Metal-Song mit Mitsing-Garantie.
Bei "X marks the Spot" zeigen sich Sonata Arctica von ihrer humoristischen Seite. Durch die immer wieder eingestreuten TV-Prediger-Sprüche ist der Song zwar sehr markant, doch ein gewisser Nervfaktor ist nicht von der Hand zu weisen.
Was wäre ein Sonata Arctica-Album eine sanfte Ballade? Auch auf PARIAH’S CHILD ist mit "Love" eine eben solche enthalten. Anfangs sehr zurückhaltend nur mit Vocals und Piano arrangiert, gesellen sich später auch noch ein paar Gitarrenklänge hinzu – Spannungsaufbau gelungen.
Zum Abschluss erwartet den Hörer das zehnminütige "Larger than Life". Wer ein progressives Komplexitätsmonster erwartet, kann beruhigt werden, der Song ist nämlich recht einfach gehalten und pendelt im Sinne einer Halbballade zwischen ruhigen und härteren Passagen hin- und her.

Fazit: Da wären wir nun am entscheidenden Punkt angelangt – haben Sonata Arctica Wort gehalten? Stellt PARIAH’S CHILD wirklich die Rückkehr zum Sound der ersten beiden Alben dar? Tatsächlich fällt die Antwort schwer und dürfte wohl am ehesten „jein“ lauten. Fakt ist, dass progressive Songstrukturen ebenso der Vergangenheit angehören wie die Hard Rock-Einflüsse des direkten Vorgängers. Zehn größtenteils sehr eingängige Songs haben Sonata Arctica hier festgehalten, die zumindest von den Songstrukturen und den Melodien her an die Frühwerke erinnern. Davon mal ab unterscheiden sich die neuen Songs jedoch stark vom Power Metal vergangener Tage. Man könnte sogar behaupten, dass PARIAH’S CHILD das bisher softeste Sonata Arctica-Album geworden ist. Wer fies ist, mag von Pop Metal sprechen, alternativ auch von Melodic Metal, doch mit Power Metal kann man bestenfalls einen der Songs in Verbindung bringen. Wer damit leben kann, der sollte sich das Album aber unbedingt zulegen, da Sonata Arctica qualitativ definitiv wieder zugelegt haben. So eingängig, so ohrwurmlastig hat man die Band seit RECKONING NIGHT nicht mehr hören dürfen und dieser Zuwachs an Eingängigkeit stellt definitiv einen Gewinn dar. PARIAH’S CHILD gehört somit auch ohne die Härte eines ECLIPTICA und ohne die Verspieltheit eines THE DAYS OF GRAYS zu den besseren Werken der Band. Anhänger poppiger Melodic Metal-Klänge dürfen hier somit ebenso zugreifen wie generell alle Metal-Fans ohne Scheuklappen, denn PARIAH’S CHILD ist zwar anders, aber nichtsdestotrotz genial!

Anspieltipps:
 "The Wolves die young", "Running Lights", "Cloud Factory", "Blood", "What did you do in the War Dad?", "Love", "Larger than Life".

Titel-Liste:
 
  1. The Wolves die young
  2. Running Lights
  3. Take on Breath
  4. Cloud Factory
  5. Blood
  6. What did you do in the War Dad?
  7. Half a Marathon Man
  8. X marks the Spot
  9. Love
  10. Larger than Life

Laufzeit:
 53:04 Min.

Probehören und Kaufen:
Sonata Arctica: PARIAH'S CHILD


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