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Review: Spirit Descent
 
DOOMINION

Album:
 DOOMINION, 2010, Northern Silence

Stil:
 Doom Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 V.R., 14.08.2010

Review:
 Doom Metal scheint in Deutschland nicht die beliebteste Stilrichtung der harten Musik zu sein. Die meisten Bands spielen hierzulande entweder melodischen Power Metal oder härtere Sachen aus dem Death- und Black Metal-Bereich. Spontan fällt mir mit AHAB nur eine bekannte deutsche Doom Metal-Band ein. Doch das ändert sich jetzt, denn mit DOOMINION veröffentlicht die noch relativ neue Band Spirit Descent ihr Debüt-Album. Der Name ist Programm, denn auf dem Album regiert tatsächlich Doom Metal klassischer Prägung, wie man ihn von legendären Bands wie Saint Vitus, Candlemass oder Solitude Aeternus kennt. Ob Spirit Descent aber auch qualitativ in der gleichen Liga spielen, gilt es nun zu klären.

Der Einstieg ins Album ist fulminant ausgefallen. Nachdem der Hörer mit schweren Gitarrenriffs perfekt eingestimmt wird, legt auch schon der schleppende Rhythmus von "Greed" los. Wenig später erfolgt der Erstkontakt mit Jan Eichelbaums Stimme. Sein trauriges, fast schon weinerlich klingendes Organ harmoniert perfekt mit der getragenen Musik. Spirit Descent gehen durchaus variabel und abwechslungsreich zu Werke und überraschen mit Tempiwechsel und interessanten Melodieeinschüben. Dementsprechend bleibt der sechseinhalb Minuten lange Song durchgehend spannend.
Ähnlich gelungen wie der Opener ist auch der zweite Song "Land of Tears". Passend zum Songtitel geht die Band hier noch langsamer und düsterer zu Werke und verbreitet mit tonnenschweren Riffs und wehleidigem Klagegesang Weltuntergangsstimmung. Spirit Descent wissen ganz genau, wie man Stimmung erzeugt, und sie spielen ihre Fähigkeiten in diesem Lied voll aus. Leider ist dieser Song deutlich abwechslungsärmer als der erste Titel, was aber nicht unbedingt negativ ins Gewicht fällt.
Für Vielfalt ist ohnehin gesorgt, denn "In Hatred" geht in eine ganz andere Richtung. Das Tempo wird angezogen, der Gesang wird aggressiver. Hier zeigt sich die Band von ihrer härteren, fast schon rockigen Seite und beweist damit, dass sich ihr Können nicht auf den schwermütigen Bereich beschränkt. Gegen Ende ändert sich die Stimmung dann und der Song verwandelt sich doch noch in einen klassischen Doomer.
Im getragenen Stil geht es weiter. "The Path of Doom" ist wieder ein klassischer Doom Metal-Song, der alle klassischen Merkmale wie schwere Gitarrenriffs oder schleppendes Tempo aufweisen kann. Dennoch überzeugt dieser Titel nicht vollends, da die Melodien ein bisschen zu langweilig ausgefallen sind und ein Spannungsbogen fehlt.
"Demon" ist dann wieder deutlich stärker und überrascht mit schnellerem Tempo in den Breaks und merkwürdigem Kreischgesang gegen Ende des Titels. Mit gut fünf Minuten gehört der Song zu den kürzeren Liedern des Albums.
Ganz anders ist "A New Dawn", bei dem wieder der reine, schwere Doom Metal regiert, und das auf besonders intensive und unbarmherzige Weise. Der Song klingt wie das tongewordene Leid und schleppt sich im Zeitlupentempo dahin. Leider wird die Nummer auf Dauer aber auch ein bisschen langweilig, da es ihr an Abwechslung mangelt.
Das tonnenschwere Riff zu Beginn von "Of a Nation Forlorn" scheint direkt aus der Hölle zu stammen. Der Song ist einer der finstersten auf dem Album und mit über neun Minuten auch einer der längsten. Jeglicher Funken Resthoffnung, der in den anderen Liedern durchschimmerte, scheint hier verloren. Stellenweise kratzt die Band sogar den Funeral Doom-Bereich an, um dann in den Breaks deutlich schneller zu agieren. Später gibt es sogar Grunzgesang zu hören. Alles in allem ist der Song extrem abwechslungsreich ausgefallen und ist aus meiner Sicht auch der beste auf der Platte.
Das letzte reguläre Lied des Albums trägt den Namen "Stranger on Earth". Auch dieser Song ist schleppend und getragen. Die Band legt hier sehr viel Wert auf Melancholie, dementsprechend wird der Schwerpunkt auf ruhige Momente und getragenen Gesang gelegt. Härtemäßig geht man hier deutlich zurückhaltender vor als bei den anderen Songs. Von einer Ballade zu sprechen ginge aber etwas zu weit.
Wer sich wundert, dass bei diesem Titel am CD-Spieler eine Länge von über 24 Minuten angezeigt wird, sollte sich nicht gleich erschrecken. Nach knapp zehn Minuten ist der Song nämlich zu Ende. Nach neun Minuten Stille gibt es dann den versteckten Bonus Track "Veracity" auf die Ohren. Die Entscheidung, den Song als Bonus Track zu verwenden, ist verständlich, denn er passt nicht zum Rest des Albums. Doomige Riffs sind zwar auch hier vorhanden, aber ansonsten geht das Lied fast schon in die Heavy Metal-Richtung. Insgesamt ist der Song relativ verzichtbar, geht nach fünf Minuten aber auch schon wieder zu Ende.

Fazit: Dass es sich hier um das Debüt-Album einer deutschen Doom Metal-Band handelt, würde man beim Anhören von DOOMINION wohl kaum vermuten. Die Band geht unglaublich professionell zu Werke und kann mit tonnenschweren Riffs und getragenen Melodien fast durchgehend überzeugen. Stellenweise erreicht man sogar das hohe Level der amerikanischen und schwedischen Vorbilder. Leider haben sich zwischendurch aber auch ein paar verzichtbare Melodien und langweilige Passagen eingeschlichen, die den Gesamteindruck ein wenig nach unten drücken. Für die nächste Platte bleibt also noch genug Luft nach oben. Nichtsdestotrotz ist auch DOOMINION sein Geld absolut wert, daher sollten alle Doom-Fans unbedingt mal reinhören.

Anspieltipps:
 "Greed", "Land of Tears", "I Hatred", "Of a Nation Forlorn"

Tipp:
 Fans von Solitude Aeternus oder Saint Vitus sollten der Platte mal ein Ohr schenken.

Titel-Liste:
 
  1. Greed
  2. Land of Tears
  3. In Hatred
  4. The Patch of Doom
  5. Demon
  6. A new Dawn
  7. Of a Nation Forlorn
  8. Stranger on Earth
    - - - Bonus Track - - -
  9. Veracity

Laufzeit:
 69:31 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/spiritdescent 

  • Probehören und Kaufen:
    Spirit Descent: DOOMINION

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