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Review: Stagewar
 
LIVING ON TRASH

Album:
 LIVING ON TRASH, 2011, VinterSon

Stil:
 Thrash Metal, Heavy Metal, Rock

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 V.R., 20.01.2012

Review:
 Der erste Blick auf das Cover des Debüt-Albums LIVING ON TRASH der aus Hessen stammenden Thrash-Quartett von Stagewar löste in meinem Kopf ein großes Fragezeichen aus. Ist diese überaus bunte Zeichnung einer Müllhalde samt Metallerthron und gehäuteten Leichen nun einfach nur billig oder doch irgendwie künstlerisch wertvoll? Vermutlich keines von beiden, doch so richtig anfreunden kann ich mich mit derlei bunten Comiczeichnungen einfach nicht. Da die Optik bei einer CD aber letztlich eher zweitrangig ist, wendet sich das künstlerische Auge nun vom Bild ab und hin zur Musik der Band. Thrash Metal spielen Stagewar auf LIVING ON TRASH laut Beschreibung und ganz verkehrt ist diese Einordnung auch nicht. Stagewar lassen aber auch andere Genres in ihren Sound einfließen und bedienen sich munter im Heavy Metal-Sektor wie auch im klassischen Rockbereich. Stellenweise vermag man gar den einen oder anderen dezenten Alternative-Einfluss zu vernehmen. Schauen wir doch mal, ob Stagewar aus diesen Zutaten auch einen schmackhaften Eintopf zubereiten können oder ob die Scheibe doch eher - entsprechend ihres Namens - ein Fall für den Müll geworden ist.

Sanfte Akustikgitarren...? Mag man sich anfangs noch fragen, ob man überhaupt die richtige CD eingelegt hat, doch zeigt der Opener "Living on Trash" schon nach etwa 30 Sekunden sein wahres Gesicht. Wilde E-Gitarrenriffs und flottes Drumming bilden ein perfektes Zusammenspiel und eine gute musikalische Grundlage für den ziemlich rauen, aber doch passenden Gesang. Schon hier hört man, dass Stagewar keinen reinen Thrash Metal spielen, da ihr Sound sehr rockig gehalten ist und sich zudem eher in mittleren Härtegraden bewegt. Wie man diesen Stil nun auch nennen möchte, der Einstieg ins Album ist der Band mit diesem Titel auf jeden Fall sehr gut gelungen.
"Never before" fällt dann schon deutlich thrashiger aus, wirkt insgesamt aber etwas unausgegoren. Strophen und Refrain wollen hier irgendwie nicht so recht zusammenpassen, so dass man den Titel nicht gerade als musikalisches Glanzlicht bezeichnen kann.
Bei "Sheets are smoking" mengen Stagewar der leicht thrashigen Basis neben rockigen Elementen auch noch ein wenig Alternative-Sound bei, was sich insbesondere an den Vocals festmachen lässt, die an den Crossover-Boom zu Beginn der 90er erinnern. Was dem Titel allerdings fehlt, sind interessante Melodien, mit welchen man hier etwas zu sparsam umgegangen ist.
Seit es drum, beim Mid-Tempo-Banger "Mugcrusher" ist musikalisch wieder alles im Lot. Neben krachenden Gitarrenriffs und einem coolen Solo haben Stagewar hier nämlich auch die Melodien, welche insbesondere im Refrain sofort zünden können, nicht vergessen und sorgen darüber hinaus auch noch für ordentlich Abwechslung in Form einiger Tempiwechsel.
"The Scent of Weakness" hat wenig mit Thrash Metal, dafür aber viel mit eingängiger Rockmusik zu tun und weist zudem auch balladeske Elemente auf. Es liegt insbesondere an den atmosphärischen Akustikgitarrenpassagen, dass der Song weit oberhalb des Durchschnitts anzusiedeln ist. Als einziges Problem stellen sich hier die Vocals heraus, welche für einen ruhigeren Titel wie diesen etwas zu rau daherkommen.
Der bis hierhin schnellste Song des Albums trägt den Namen "Shellshock" Der Song hat zwar ordentlich Tempo und Druck, erinnert aber trotzdem kaum an typischen Thrash Metal, sondern klingt vielmehr nach einer Mischung aus Rock én' Roll, Punk und Heavy Metal. Was sich in der Theorie sehr spannend anhört, das klingt auch auf Platte durchaus ansprechend. Stagewar können damit ihre stilistische Vielfalt wahrhaftig unter Beweis stellen.
Noch einen Gang höher schaltet die Band dann bei "Last Line of Defence", wo Stagewar dann tatsächlich auch mal lupenreinen Thrash Metal, ganz ohne Schnörkel, zum Besten geben. Leider ist der Song aber ein wenig zu eintönig ausgefallen, um auch langfristig das Interesse des Hörers zu wecken.
"High Expectations" fällt dann wieder etwas abwechslungsreicher als der letzte Song aus und bietet wieder eine bunte Mischung aus Thrash Metal und melodischer Rockmusik.
Das textlich vermutlich an eine 'Masters of the Universe'-Figur angelehnte "Manatarms" zeigt die Band dann wieder von einer anderen Seite. Tempomäßig schalten Stagewar hier ein paar Gänge runter und bieten dabei melodische, sehr eingängige Klänge in der Schnittmenge aus Rock und Power Metal. Von besonderem Interesse sind hier die im Mittelteil einsetzenden hochmelodischen Gitarrenriffs.
Zu guter Letzt lässt es die Band dann noch mal richtig krachen und feuert ein knüppelhartes, durchaus ansprechendes Thrash-Geschoss namens "Sweating Blood" auf den Hörer ab, welches, etwas unbefriedigend, leider per Fade-Out beendet werden. Trotz dieses kleinen Mankos liefern Stagewar mit dem Song nicht den schlechtesten Ausklang ab und können damit den insgesamt durchaus positiven Gesamteindruck noch weiter untermauern.

Fazit: Sehr spannend, wie Stagewar auf LIVING ON TRASH verschiedene Genres miteinander verknüpfen und auf diese Weise ein interessantes Gesamtwerk schaffen. Die Musik der Band einfach nur als Thrash Metal zu bezeichnen, würde dem abwechslungsreichen Sound nicht gerecht werden, da sich Stagewar auch munter im klassischen Heavy Metal-Sektor wie auch ganz besonders im Rockbereich bedienen. Fast ist man dazu geneigt, das ganze als Thrash én' Roll zu bezeichnen, wäre dieser Begriff nicht bereits anderweitig belegt. Doch egal, wie man die Mischung nun nennen will, wichtig ist ja, dass sie funktioniert, und das ist auf LIVING ON TRASH zumeist der Fall. Stagewar haben ihren eigenen Stil gefunden und liefern auf diese Weise einige sehr spannende und stellenweise auch recht abwechslungsreiche Titel ab. Leider gelingt es der Band aber nicht, auf kompletter Albenlänge zu überzeugen. Insbesondere in der ersten Hälfte des Albums hat sich auch der eine oder andere vermeidbare Ausfall dazwischengemischt, was den Gesamteindruck unnötigerweise ein Stück nach unten drückt. Eigentlich wissen Stagewar, wie sie ihren Sound variabel und abwechslungsreich halten können, doch ab und an driften sie dann doch zu sehr in eintönige, ja sogar langweilige Gefilde ab. Das Fazit ist dementsprechend zwar immer noch im guten Bereich angesiedelt, doch wird man einfach das blöde Gefühl nicht los, dass hier mehr drin gewesen wäre. Hoffentlich schaffen es Stagewar beim nächsten Mal, ein durchweg starkes Album abzuliefern - dann ja vielleicht auch mit ansprechenderem Coverartwork. ;-)

Anspieltipps:
 "Living on Trash", "Mugcrusher", "The Scent of Weakness", "Shellshock", "Manatarms", "Sweating Blood".

Tipp:
 Thrash Metal mit Power Metal-Anklängen ist nichts neues, aber Stagewar geben auch noch Rock-Elemente hinzu und stellen damit eine interessante, wenn auch vielleicht etwas ungewohnt klingende Wahl für Liebhaber aller genannten Genres dar.

Titel-Liste:
 
  1. Living on Trash
  2. Never before
  3. Sheets are smoking
  4. Mugcrusher
  5. The Scent of Weakness
  6. Shellshock
  7. Last Line of Defence
  8. High Expectations
  9. Manatarms
  10. Sweating Blood

Laufzeit:
 41:13 Min.

Band-Infos:
 
  • www.stagewar.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Stagewar: LIVING ON TRASH

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