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Review: Taberah
 
Taberah - NECROMANCER

Album:
 NECROMANCER, 2013, Dust On The Tracks

Stil:
 Power Metal, Speed Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 U.B., 02.11.2013

Review:
 Metal Bands aus Australien liegen mir, sei es Black Majesty, Pegazus, Dungeon oder Empires Of Eden, die großen AC/DC brauche ich eigentlich gar nicht erst zu erwähnen. Nun ist mir zur Rezension das Album NECROMANCER auf den Tisch geflattert. Das Quartett stammt auch aus Down Under, von der Insel Tasmanien vor der Südküste Australiens um genau zu sein. Bis jetzt brachte ich Tasmanien nur mit dem Tasmanischen Teufel in Verbindung, einem sehr wehrhaften und bissigen Nagetier das es nur hier gibt. Und Taberah bezeichnen sich selber auch scherzhaft als Increasingly Infamous Tasmanian Devils. Gegründet wurde die Band bereits 2005. Im Jahr 2011 verpflichtete Lemmy Kilmister persönlich die Truppe als Support für die Australien Tour von Motörhead. Das gab den Jungs natürlich einen mächtigen Schub und im gleichen Jahr erschien das Debüt THE LIGHT OF WHICH I DREAM. Nun, zwei Jahre später hat die Band einen neuen Plattenvertrag und präsentiert den zweiten Longplayer, NECROMANCER. Das Cover wurde von der Tattoo Künstlerin Hannah Flowers gezeichnet und ist so kitschig, dass ich mir von der Dame höchstens am Hinterteil, wo es niemand sieht, ein Tattoo stechen lassen würde. Jonathon Barwick Vocals und Gitarre, Myles "Flash" Flood Gitarre, David “Doc” Walsh Bass und Tom Brockmann an den Drums spielen keinen Black Metal wie man beim Anblick des schaurigen Covers vermuten könnte, sondern eine gekonnte Mischung aus Power- und Speed Metal. Doch dazu gleich mehr. Eigentlich sollte das Album ursprünglich 2012 heißen. Da sich die Fertigstellung aber verzögerte und die Scheibe erst ein Jahr später heraus kam, änderte man den Titel in NECROMANCER.

Wenn man eine Band noch nicht kennt ist der erste Song so etwas wie eine Visitenkarte und auf der steht mit dem Track "2012" in fettgedruckten Buchstaben: Meloic Power Metal. Der grollend dumpfe Bass kann nur ein Rickenbacker sein wie ihn auch Lemmy und Joey DeMaio benutzen. Die Twingitarren hauen die Riffs raus wie die Artillerie die Granaten. Dazu hämmern die Drums ohne Unterlass. Die helle, klare Stimme von Sänger (und Gitarrist) Jono Barwick erfährt reichlich Unterstützung durch mehrstimmige Backing Shouts. Trotz der fulminanten Instrumentierung gefällt das Stück durch die hohe Eingängigkeit und den besonders melodischen Chorus. Der Song handelt vom gleichnamigen Katastrophenfilm von Roland Emmerich. Bei der Textstelle "The sky is falling, the end of the world" ist die Stimmung fast schon zu heiter. Die kurzen, flirrenden Gitarrensoli im high Speed Tempo reihen sich wie perlen auf der Schnur. Na, das nenne ich mal einen tollen Einstand.
Auch "Dying Wish" ist ein waschechter Nackenbrecher, geprägt von harten, ja beinharten Riffs und mächtigem Double Bass Donner. Der teils galoppierende Rhythmus mit shreddernden Gitarren wird gegen Ende noch weiter gesteigert.
Wer bei "Burning in the Moonlight" an Romanik denkt liegt völlig falsch. Hier wird keine junge Dame im Mondlicht angeschmachtet, hier brennt die Luft. Nach einem Drumsolo starten die Gitarren durch. Der ansteckende Refrain setzt sich sofort im Ohr fest und animiert zum Mitsingen.
Was soll ich sagen, düster ist der Totenbeschwörer "Necromancer" eigentlich nicht ausgefallen, dafür aber sehr heftig. Das knallt und donnert ohne Unterlass. Im Drum-und Gitarrenorkan gehen die Vocals fast unter.
Mit "Warlord" setzt sich der musikalische Sturmlauf konsequent fort, das Bassspiel gefällt mir besonders.
Nach so viel high Speed haben wir uns eine Verschnaufpause verdient, das dachte sich wohl auch Taberah und serviert uns mit "Don't say you'll love me forever" eine Power Ballade mit Akustikgitarren. Das Stück ist aber alles andere als soft, denn die Jungs befeuern schon bald ihr elektrischen Sechssaiter. Vom Tempo ist man, passend zur einer Ballade, deutlich langsamer als bisher unterwegs.
Nach dem Motto: auf die Dauer hilft nur Power gibt es auf "For King and Country" nach verhaltenem Start den bekannten Temporausch, da kommt man beim Headbangen gar nicht mehr nach.
"One Goonbag later" ist ein sehr kurzes Intermezzo gespielt von zwei Akustikgitarren und dient quasi als Einleitung zu "The Hammer of Hades". Und der australische Vierer hat wahrhaft den musikalischen Hammer ausgepackt. Erneut versteht die Band es Power, Tempo und hohe Dynamik in ein melodisches Gewand zu packen. Die bekannten mehrstimmigen Vocals werden reichlich eingesetzt.
"My dear Lord" mit A capella Gesang als Einleitung tritt das Gaspedal voll durch. Drums und Gitarren fetzen in bester Dragonforce Manier durch den Song. Als Gastsängerin soll Felicity Jayne hier einen Auftritt gehabt haben, hören tut man da aber nix, die Instrumente spielen einfach zu kraftvoll. Die Tour de Force bricht plötzlich ab und es folgt eine ruhige Phase mit Akustikklampfe bevor gegen Ende der Turbo noch mal angefahren wird.
Als Bonus-Track serviert uns Taberah ihre Interpretation des Deep Purple Klassikers "Burn". So was kann natürlich kräftig ins Auge gehen, nicht so in diesem Fall. Das Stück mit dem bekannten Gitarrenriff ist noch härter und energischer als das Original und gefällt mir als Purple Fan der ersten Stunde ausgesprochen gut.

Fazit: Meine Herren was für eine Metal Keule hauen uns die Aussies denn hier um die Ohren. Das Album strotzt nur so vor Heavy Metal Krachern, ach was sage ich, vor Heavy Metal Granaten! Wenn Angie Merkel das hört, wird das Album garantiert umgehend verboten. Was die vier Jungs hier an Power durch die Verstärker jagen und an Energie abfackeln ist unbeschreiblich, so schaffen wir die Energiewende niemals. Das klingt wie Deep Purple auf Steroid, gepaart mit der deftigen Kraft von Motörhead und den high Speed Instrumental Attacken von Dragonforce. Der Promo Beipackzettel spricht von Einflüssen wie Iron Maiden, AC/DC, Queen, Black Sabbath und Thin Lizzy. In einem Interview, was ich im Netz eindeckt habe, nannte Jonathon Barwick noch Randy Rhodes und frühe Firewind. Also von Queen, Black Sabbath und Thin Lizzy höre ich beim besten Willen nichts, was der Qualität der Musik aber auch absolut keinen Abbruch tut. Der energetische, sehr melodische Speed- Power Metal ist sicher nicht innovativ, haut aber dermaßen auf den Pudding, dass die Wände wackeln. Beinahe bin ich geneigt für Taberah eine neue Stilbezeichnung zu kreieren: Hurricane Metal. Denn wie ein ausgewachsener Tropensturm donnert, scheppert, brummt und knallt es aus den Boxen. Zarte Gemüter schwenken spätestens nach zwei Songs die weiße Flagge. Um nicht falsch verstanden zu werden, die Nummern sind zwar brachial aber dennoch sehr eingängig und melodisch. Eine Mischung die es so ausgewogen nur ganz selten zu hören gibt. Die Beutelhüpfer aus Australien haben es echt drauf, da fällt selbst der schnellste Bumerang vom Himmel. Gegen diese Spielfreude sehen die meisten anderen Metal Bands aus wie das Alzheimer Quartett mit fortgeschrittener Gesichtscellulite. Und bitte, NECROMANCER nicht unter dem Weihnachtsbaum beim Besuch der Oma abspielen, da verliert der Baum garantiert sämtliche Nadeln und die Oma ihr Leben, durch einen Kreislaufkollaps.

Anspieltipps:
 "2012", "Burning in the Moonlight", "Necromancer", "Don't say you love me forever", "The Hammer of Hades", "My dear Lord".

Tipp:
 Freunde von Deep Purple, über Iron Maiden, Dragonforce bis Helloween dürfen hier gern zugreifen. Wer Heavy Metal mit Druck und Tempo sucht, verbunden mit Melodien die sofort zünden und für gute Stimmung sorgen, dem sagt das Musik Navi: Sie haben ihr Ziel erreicht.

Titel-Liste:
 
  1. 2012
  2. Dying Wish
  3. Burning in the Moonlight
  4. Necromancer
  5. Warlord
  6. Don't say you'll love me forever
  7. For King and Country
  8. One Goonbag later
  9. The Hammer of Hades
  10. My dear Lord
    - - - Bonus-Track - - -
  11. Burn (Deep Purple Cover)

Laufzeit:
 51:06 Min.

Band-Infos:
 
  • www.taberah.bigcartel.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Taberah: NECROMANCER


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