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Review: Tad Morose
 
Tad Morose - REVENANT

Album:
 REVENANT, 2013, Despotz

Stil:
 Dark Power Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 U.B., 13.02.2014

Review:
 
Ganze zehn lange Jahre hat man von Tad Morose kein neues Album zu hören bekommen. Die Band schien tot zu sein. Aber Tote leben bekanntlich länger und nun sind die Schweden quasi wieder von den Toten auferstanden, eben wie ein Revenant, ein Untoter. Und so ist das Album dann auch passend betitelt. Der Titel UNDEAD hätte auch gepasst aber den verwendete die Truppe ja bereits 2001. Das dämliche Cover Artwork lasse ich mal unkommentiert, da hat man früher wesentlich mehr Geschmack bewiesen. 1991 gründete sich die Formation im kleinen Ort Bollnäs. Von den Gründungsmitgliedern ist nur noch Gitarrist Christer Andersson mit dabei. War in der Vergangenheit das Lineup von vielen Wechseln geprägt, so wurde für REVENANT erneut die Besetzung gründlich umgekrempelt. Außer dem bereits erwähnten Andersson ist noch Drummer Peter Moren der 1994 dazu stieß der Truppe erhalten geblieben. Ronny Hemlin Vocals, Kenneth Johanssen Gitarre und Tommi Karpanen Bass lauten die Neuzugänge für das siebte Studioalbum.

Mit "Beneath a Veil of crying Souls" legen die Schweden einen fulminanten Start hin. Fetzende Gitarren und hämmernde Drums, dazu kraftvolle Vocals mit leichtem Vibrato in den Höhen, fast scheint es als seinen Tad Morose nie weg gewesen. Wie fast alle Stücke des Albums bewegt man sich im Midtempo Bereich, nur die Gitarrensoli sind deutlich schneller.
Das schleppende Tempo findet sich ebenfalls auf "Follow". Auch die harten, krachenden Riffs und die ungestüm prasselnden Drums sind wieder mit an Bord. Der Refrain ist hingegen spürbar heiterer, eingängig und melodisch.
Auf "Babylon" und "Within a Dream" geht es mit unverminderter Gitarren Power weiter. Die Stücke sind aber weniger melodisch mit teils Vocal Shouts.
"Ares" walzt mit verhaltenem Tempo unerbittlich dahin. Die Twin Gitarren stehen klar im Vordergrund. Was für ein Riff Monster mit leicht epischem Anstrich. Hier wurde ich ständig an Jag Panzer mit Alben wie THANE TO THE THRONE und CHAIN OF COMMAND erinnert. Sänger Ronny Hemlin ähnelt stimmlich gar seinem Panzer Pendant Harry Conklin.
Mit "Absence of Light" folgt noch ein Höhepunkt dieser Scheibe. Nach kurzem Intermezzo marschieren die Gitarren ausgesprochen düster. Das Stück ist ein gewaltiger Headbanger mit tollen Gitarreneinlagen.
Fast scheint es unmöglich aber auf "Death Embrace" legen Drums und Gitarren noch einen Tick zu. Ein infernalischer Stampfer mit mindestens einer Acht auf der Heavy Metal Richter Skala. Der Rest der Songs ist ebenfalls von der Marke Dampfhammer Metal mit Erdbebengarantie, wuchtig, hart und unbeugsam. Die Stücke sind für sich betrachtet gut, aber etwas Abwechslung hätte hier gut getan.
Allenfalls "Spirit World" mit einem ungewohnten, fast balladenartigen Auftakt mit sanften Gitarren und zurückhaltenden Vocals hebt sich positiv ab. Die Verschnaufpause währt aber nicht lange denn abrupt wandelt sich der Song und schon donnert der Instrumental Orkan wütend und ungebremst. Warum nennt sich das Heavy- und Power Metal? Einfach kurz rein hören dann ist es sofort klar.

Fazit: Die einst so tolle Verschmelzung von melodischen, druckvollen Songs mit einer gehörigen Portion Progressivität und viel düsterer Atmosphäre bei gleichzeitiger sehr guter Eingängigkeit findet sich auf REVENANT so nicht mehr. Die Stücke besitzen immer noch viel, sehr viel Power und sind finster wie eh und je, aber die progressiven Anteile sind inzwischen viel geringer. Auch sind die Tracks vom Songwriting eine Spur schwächer. Das trifft speziell für die zweite Hälfte des Albums zu, hier vermisse ich etwas Abwechslung, die Stücke sind sich einfach zu ähnlich. Hinzu kommt, dass Sänger Urban Breed die Truppe verlassen hat. Mit Ronny Hemlin (ex Steel Attack) hat man einen guten Mann am Mikro der aber einen Breed nicht vollwertig ersetzen kann. Breed ist eben eine Klasse für sich. An so herausragende Alben wie UNDEAD oder MODUS VIVENDI kommt man somit leider nicht mehr heran. Um nicht falsch verstanden zu werden, wie man an der Punktebewertung sehen kann ist REVENANT ein gutes Album. Als im letzten Jahr Black Sabbath, bis auf eine Position wieder in Originalbesetzung, ein neues Album (13) veröffentlichte, ließen sich viele Rezensenten in falsch verstandener Heldenverehrung dazu hinreißen in Superlativen zu schwärmen. Dabei konnte 13 auch nicht ansatzweise überzeugen wie HEADLESS CROSS, von HEAVEN AND HELL mal ganz zu schweigen. REVENANT ist von der Atmosphäre ähnlich doomig, unheilschwanger und walzt meist auch in Midtempo dahin, besitzt aber deutlich mehr Eier in der Hose als 13. Die Riffs sind gnadenlos und lassen die Jungs von Sabbath im wahrsten Sinne des Wortes, alt aussehen. Obwohl das typische Power Metal Tempo nur in einzelnen Soli erreicht wird, strotzt die Scheibe nur so vor überschäumender Kraft. Zum Glück ist die Produktion ausgezeichnet und der Sound donnert aus den Boxen das es eine wahre Freude ist.

Anspieltipps:
 "Beneath a Veil of crying Souls", "Follow", "Ares", "Absence of Light", "Death Embrace".

Tipp:
 Anhänger von düsterem Metal ala Black Sabbath und Mystic Prophecy haben an diesem Album viel Freude. US Power Metal wie von Zandelle und Jag Panzer mit einer Spur Iced Earth zu THE DARK SAGA Zeiten so klingen die Schweden 2013. Brachiale Gitarrenriffs und fette Drums sorgen für eine wahrlich beeindruckende Soundkulisse. Nichts für zarte Gemüter.

Titel-Liste:
 
  1. Beneath a Veil of crying Souls
  2. Follow
  3. Babylon
  4. Within a Dream
  5. Ares
  6. Absence of Light
  7. Death Embrace
  8. Dance of the Damned
  9. Spirit World
  10. Timeless dreaming
  11. Millenium Lie
  12. Gypsy

Laufzeit:
 52:05 Min.

Probehören und Kaufen:
Tad Morose: REVENANT


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