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Review: Thomsen
 
Thomsen - UNBROKEN

Album:
 UNBROKEN, 2014, Artist Station

Stil:
 Heavy Metal, Power Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 J.G., 15.01.2015

Review:
 Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich vor einigen Jahren, genauer 2009, LET'S GET RUTHLESS das erste Mal in den CD-Player legte und eine mir bis dato völlig unbekannte Scheibe mich, mit vor Erstaunen offenem Mund, etwas dümmlich grinsend auf dem Sofa zurück ließ. Wer ist dieser Thomsen doch gleich? Eine Frage, die ich damals unbedingt beantwortet haben wollte.
Er hat sich mächtig Zeit gelassen, dieser recht umtriebige René Thomsen mit seiner nächsten Scheibe UNBROKEN, die nun schon seit einiger Zeit meine persönliche Playlist bereichert. Wie gewohnt, hat sich el Cheffe eine Hand voll Profis ins Boot geholt und auch mit seinen Gästen nicht gekleckert, sondern geklotzt. Neben Udo Dirkschneider und Vinnie Appice lese ich noch ein halbes Dutzend weiterer Akteure u.a. auch Gitarrist Helge Engelke (Dreamtide, Fair Warning), der vor allem hinter den Kulissen kräftig mitgemischt hat, im wahrsten Sinne des Wortes. Neben Recording, Mix und Mastering hatte er auch noch seine erfahrenden Finger beim Songwriting mit im Spiel. Und das Ergebnis? UNBROKEN. Ach ja, sagte ich bereits. Der Titel ist Motto, ein echter Thomsen eben, der ungebrochen seinen kantigen "Heavy Metal"-Kurs mit allerlei Power Metal-Anleihen fortsetzt.

Und er hat es wieder getan. Genau wie bei seinem Vorgänger, geht er bereits mit dem Opener "Draw the Curtain" in die Vollen, zieht eine mächtige Keule aus dem Sack und lässt sie kräftig kreisen. Mit etwas eigenwilliger Melodielinie wird gehörig Tempo gemacht und auch den Soli genügend Raum gelassen. Ein klasse Einstieg, der auch nach dem zehnten Durchlauf noch kleine Überraschungen bietet. Sicherlich einer der Gründe, warum es mir diesmal so schwer gefallen ist, mich schon beim ersten Durchhören hinzusetzen und loszuschreiben.
"In Steel we trust", das nächste Up-Tempo Brett lässt kaum Zeit zum Durchatmen. Tempo von der ersten Note ab, schiebt mächtig nach vorne und mündet in einem recht interessanten, deutlich melodischeren Refrain, als vermutet. Klar darf Gitarrist René wieder voll zuschlagen und seinen Mannen Paroli bieten.
Der nächste Song "New Horizons" überrascht mit orientalischen Klängen im Intro und nimmt zumindest geringfügig den Fuß vom Gas. Und wer bisher auf echte Ohrenschmeichler gewartet hat, wird mit einem zuckersüßen Refrain belohnt. Das ist aber auch die einzige gefällige Stelle. Der Rest ist gewohnt kantig und knorrig.
Etwas überraschend das Intro des Nachfolgers "Break that Spell". Denn wer vermutet hinter dem verdächtig nach schwülstig klingenden Melodic Metal-Strophen einen beinharten und geradlinigen Up-Tempo-Schieber mit Tendenzen voll auf die Zwölf. Also schnell den Kopf geschüttelt, Reset gedrückt und mitgerockt! "I'm gonna break this Spell" Yeah!
Jeder wird wohl seinen ganz eigenen Favoriten auf diesem Album finden. Warum ich gerade häufig bei "Fools of Fortune" hängen bleibe, weiß ich auch nicht genau. Ist es das forcierte Drumming oder der melodische Refrain? Kann fast nicht sein, denn in Punkto Gefälligkeit bietet "Into the Unknown" vielleicht sogar einen Tick mehr.
Symphonischer Einstieg mit Anleihen des Black Metal und fette Chöre mit starken Queen-Tendenzen. Uiuiui, der Titelsong "Unbroken" macht es einem wahrlich nicht ganz leicht. Pompös und ziemlich sperrig wird er sicherlich seine Freunde finden. Mich hat er noch immer nicht ganz erreicht. Ich fühle mich noch immer etwas überfordert oder besser überfahren.
Ganz anders bei "We made it". Klar höre ich als eingefleischter U.D.O.-Fan der ersten Stunde ganz genau hin, wenn das Reibeisen seine Stimmbänder raspelt. Hymnisch, schleppend ein genialer Kontrast zu dem bisher gebotenen, kann man sich hervorragend beim Nachbarn einhängen, mitkrähen und schunkeln - und vielleicht auch etwas hämisch lächeln.
Zum Ende des neuen Materials gibt es noch einmal mit "One" ein volles Brett, bei dem diesmal auch Helge Engelke kräftig mitmischt und den Song am Kochen hält.
Und als krönenden Abschluss offerieren Thomsen die Live-Performance von "Tears of the Sun", einen Song aus dem Vorgänger-Album LET'S GET RUTHLESS.
Alles in allem haben Thomsen mit LET'S GET RUTHLESS die Messlatte ziemlich hoch gehängt. Ich persönlich kann mich noch immer nicht entscheiden welches der beiden Alben mir letztlich besser gefällt. Nun muss ich das überhaupt? Und deshalb halte ich es wie beim Schach. Die Partie wird am Brett durch die Spieler entschieden. Ich reiche meiner einen Hälfte die Hand und biete Remis. Sie streckt mir die Hand entgegen und schlägt ein.

Fazit: Druckvoll, abwechslungsreich, vielschichtig, kein Heavy Metal von der Stange, das bringt es wohl am besten auf den Punkt. Klar kann man nach intensivem Zuhören eine Vielzahl von Zitaten der Großen im Business erkennen, aber ist das schlecht? Mit Nichten. Es mag wohl am Ding der Unmöglichkeit grenzen, zu differenzieren wer von wem inspiriert wurde. Wichtig ist das Endergebnis und da haben Thomsen ihren ganz eigenständigen Weg gefunden. Keine leichte Kost für Zwischendurch oder zur Hintergrund-Berieselung. Dazu ist das Album viel zu schade. Wer Thomsen genießen möchte, sollte sich die Zeit nehmen und voll bei der Sache sein. "Pull up the volume and let's rock!".

Tipp:
 Thomsen-Fans dürfen hier ebenso wie waschechte Heavy Metaller auf ihre Kosten kommen.

Titel-Liste:
 
  1. Draw the Curtain
  2. In Steel we trust
  3. New Horizons
  4. Break that Spell
  5. Dream
  6. Fools of Fortune
  7. Into the Unknown
  8. Unbroken
  9. Six Thirteen 64
  10. We made it
  11. One
  12. Tears of the Sun (live)

Laufzeit:
 45:38 Min.

Band-Infos:
 
  • www.rene-thomson.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Thomsen: UNBROKEN


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