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Review: Tragodia
 
Tragodia - MYTHMAKER

Album:
 MYTHMAKER, 2013, Kolony

Stil:
 Epic Progressive Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 U.B., 09.11.2013

Review:
 Bei Italien denke ich immer zuerst an Pizza, Pasta und Parmesan. Manchmal auch an Mozarella, Mortadella und Minestrone, oder doch an Tortellini, Tagliatelle und Tiramisu? Bevor mich jetzt alle für einen ausgemachten Fresssack halten, das war nur ein kleiner Scherz. Mein erster Gedanke bei Italien ist natürlich: Melodic Metal, Power Metal. Bands wie Altair, Ancient Bards und Archangel, oder Highlord, Heimdall und Hellbound gehen mir durch den Kopf. Die Band Tragodia hatte ich bisher nicht auf dem Schirm. Dabei gibt es die Formation schon seit 1996 und nach THE PROMETHAN LEGACY und THEOMANCHY ist nun mit dem Anfang November erschienenen MYTHMAKER bereits das dritte Album auf dem Markt. Das Quintett von Tragodia stammt aus der Industriestadt Brescia und spielt epischen Prog Metal. Luca Meloni Vocals, Francesco Lupi Gitarre und Keyboards, Riccardo Tonoli Gitarre, Luca Paderno Bass und Daniele Vaserati Drums ist die Besetzung. Dem dritten Album sagt man gerne nach, es sei ein entscheidender Punkt im Schaffen einer Band, take it or break it. Dann schauen wir mal was uns die Italiener hier an musikalischer Kost aufgetischt haben, frische Frutti di Mare oder doch nur aufgewärmte pappige Tiefkühlpizza mit Analogkäse. Das manche Leute aber auch immer ans Essen denken müssen.

Mit aggressivem Drumming, nicht nur in den Blastbeats, und viel Gitarren Power setzt "Cry among the Stars" schon mal eine deftige Duftmarke. Nicht nur durch die zahlreichen Rhythmuswechsel ist der Song recht unruhig und verlangt dem Prog Fan Geduld ab.
"The Oracle and the Muse" startet ruhig bis die Drums im wahrsten Sinne des Wortes zuschlagen. Der gute Herr Vaserati erinnert nicht nur vom Namen an Maserati, die italienische Sportwagen Kultmarke, er spielt auch so rasant und überaus variabel das es eine Freude ist. Die teils mehrstimmigen Vocals sind mal melodisch, mal aggressiv bedrohlich.
Mit "Temple in Time" einem für Prog Metal Verhältnisse eingängigen Track, ist ein erster Höhepunkt des Albums erreicht. Nach Keyboard Einleitung herrscht der stampfende Rhythmus vor. Einige Gitarrensoli kämpfen gegen die druckvolle Soundkulisse. Gang im Gegensatz dazu besteht der Schluss aus sanftem Piano.
"Wisdom in the Medows of Sorrow", was für ein lyrischer Titel, steigt wieder hart ein. Brachiale Drums kämpfen gegen die donnernden Gitarrenriffs um die Vorherrschaft. Einige hohe Screams wie bei Judas Priest auf PAINKILLER setzen markante Akzente.
Bei "Tidal Waves of Greatness" handelt es sich um ein für Tragodia Verhältnisse sanftes Stück. Es wird zu Anfang und am Ende eingerahmt durch den Einsatz von Akustikgitarren und hat einen fast balladenartigen Charakter, trotz ein paar Einlagen mit plötzlich stark aufspielenden Gitarren. Auch die Vocals legen die Schärfe weitgehend ab. Die bei allen Stücken vorhandene Melancholie kommt hier noch stärker zum Tragen.
"The Stone and the Idol" wartet mit vermehrten Keyboard Streichern auf die den epischen Eindruck noch verstärken und dem Stück eine klassische Prägung verleihen. Die mehrfach aufflammenden Orchester Untermalungen harmonieren erstaunlich gut mit dem harten Grundgerüst des Songs.
"Born under Niobe" ist überaus komplex ausgefallen und besitzt mehrere trashige Passagen. Der melodische Chorus dient als Gegenpol. Die fast übermächtigen Drums dürfen nicht fehlen. Der Track klingt aus mit einer Art musikalischer Traumsequenz mit Keyboard und Synthies.
Das Titelstück "Mythmaker" ist hart und finster von der Stimmung her, nur ein wenig aufgelockert durch die Keyboards.
Als Bonus-Track hat Tragodia ein älteres Stück, "Downfall of the Ancient", in einer neuen Version mit auf die Scheibe gepackt. Ich muss sagen, der Song zählt sogar zu den besten des Albums. Gewohnt vielschichtig, mal hart und schroff, mal melodisch erhält man ständig neue Eindrücke die man erst nach mehrfachem Hören verarbeiten kann.

Fazit: Die Songs auf MYTHMAKER erinnerten mich mehrfach an Nevermore und Paradise Lost, Gruppen die eine ähnlich dunkle Melancholie in ihren Stücken haben, die teils sogar schon leicht depressiv wirken. Den fröhlichen Melodic Metal den ich sonst mit Italien verbinde (zugegeben ein Vorurteil), findet man hier so gar nicht. In der Anfangszeit von Tragodia huldigte die Band dem Gothic- Doom und hat diese Einflüsse, wenn auch in deutlich abgeschwächter Form, noch immer. So ist MYTHMAKER kein fröhlich prickelnder, leichter Asti Spumante sondern eher ein Barolo, ein schwerer Rotwein. Um beim Wein zu bleiben, Tragodia schüttet man nicht so in sich rein sondern muss sich Zeit nehmen um die Musik zu genießen. Die Lyrics behandeln meist die griechische Mythologie oder Science Fiction Themen. Die poetischen Songtitel passen vorzüglich zur Musik. Die epische Breite, die sich nie in einer überfrachteten Instrumentierung verliert, ist eine der herausragenden Stärken der Band. Die düstere, dichte Atmosphäre hat einen hohen Wiedererkennungswert. Der ausdrucksstarke Gesang und die enorm vielseitigen, mächtigen Drums sind weitere Highlights. Das Album liegt mir in einer limitierten Digipack Version vor mit tollem Cover Artwork (spiegelt den Charakter der Musik genau wieder) und aufwändigem Booklet. Selbst der Bonussong hat es in sich. Was mich ein wenig stört ist die Tatsache, dass sich die Stücke zu ähnlich sind, da stellt sich schon ein gewisses Deja vu Gefühl ein. MYTHMAKER ist kein leichtes Album, dafür ist es zu finster und komplex. Die Scheibe braucht ein paar Durchläufe wächst dann aber ständig.

Anspieltipps:
 "The Oracle and the Muse", "Temple in Time","Tidal Waves of Greatness", "The Stone and the Idol", "Born under Niobe", "Dawnfall of the Ancients".

Tipp:
 Anhänger der bereits angesprochenen Bands Nevermore und Paradise Lost sei diese Album ans Herz gelegt. Wer auf schwermütigen Prog Metal steht der episch und teils gar bombastisch daher kommt, findet hier Musik die toll in den dunklen Herbst passt.

Titel-Liste:
 
  1. Cry among the Stars
  2. The Oracle and the Muse
  3. A Temple in Time
  4. Wisdom in the Meadows of Sorrow
  5. Tidal Waves of Greatness
  6. Once in Arcadia
  7. The Stone and the Idol
  8. Born under Niobe
  9. Mythmaker
  10. The weeping Rock of Seriphus
    - - - Bonus-Track - - -
  11. Dawnfall of the Ancient (2013 Version)

Laufzeit:
 52:40 Min.

Band-Infos:
 
  • www.facebook.com/tragodia 

  • Probehören und Kaufen:
    Tragodia: MYTHMAKER


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