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Review: Vision Divine
 
THE 25TH HOUR

Album:
 THE 25TH HOUR, 2007, Scarlet

Stil:
 Progressive Power Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 U.B., 25.11.2007

Review:
 Mit The 25th Hour präsentierten die Progressive Power Metaller aus dem Stiefelland im Juni ihr bereits fünftes Album. Ursprünglich 1998 vorgesehen war die Sache als Side Project von Olaf Thorsen, der in Wirklichkeit Carlo Andrea Magnani heißt. Inzwischen hat der Gitarrist Thorsen aber seine ursprüngliche Band Labyrinth verlassen und konzentriert sich voll auf Vision Divine. Er schreibt sämtliche Songs entweder im Alleingang oder mit Unterstützung des Sängers Michelle Luppi. Ähnlich wie bei Labyrinth erwartet einen ein durchaus eigenständiger Power Metal mit deutlichem Prog Einschlag der jedoch immer sehr eingängig ist. Natürlich kommen auch Bombast und Pathos nicht zu kurz, wie wir es von Bands aus Bella Italia gewohnt sind. Wenn auch in nicht ganz so ausgeprägter Form wie bei Rapsody Of Fire. Deren Sänger Fabio Lione übrigens von 1998 bis 2004 bei Vision Divine am Mikro stand.

Wenn mich schon die Alben STREAM OF CONSCIOUSNESS 2004 und PERFECT MACHINE 2005 überzeugten, so haben die Südländer mit dem neuen Album nochmals zugelegt. Die Songs sind noch druckvoller und ausgefeilter geworden. Auch eine gewisse Härte und der Prog Anteil nahmen ständig zu. Eine Erscheinung die bei anderen Bands dieser Stilrichtung ebenfalls zu beobachten ist. Ich denke da nur an die schon erwähnten Labyrinth, man vergleiche die HEAVEN DENIED und die FREEMAN oder bei Dream Theater die älteren Werke mit den beiden letzten Alben THE ODYSSEY und PARADISE LOST.

Bei THE 25TH HOUR präsentieren die Italiener abermals ein Konzeptalbum. Handelte es sich bei PERFECT MACHINE um einen genialen Wissenschaftler der mit Hilfe einer Maschine den Menschen ein unsterbliches Leben bescherte, so ist es diesmal das Tagebuch eines Mannes (der schon in Stream Of Consciousness auftauchte) der nach 40 Jahren in einer Anstalt für Geisteskranke ohne Kontakt zur Außenwelt eines morgens mit einem Lächeln auf dem Gesicht gefunden wird. Keine Sorge, so düster das jetzt klingt ist die Musik bei weitem nicht, eine gewisse Melancholie kann man ihr aber nicht absprechen.Von dem Ereignis in der Nacht, die 25 zigste Stunde, Geisterstunde nach Mitternacht, erzählen die Songs. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, man beachte auf dem Cover die Uhr, den Schemen eines Kindes und den Schatten eines Engels an der Wand! Erfreulich mal keine Schwert schwingenden Arnie Muskelmänner im Kampf mit Feuer speienden Drachen zu sehen.
Das Album beinhaltet meist schnelle Songs und spielt eindrucksvoll mit den verschiedenen Emotionen und erzeugt ständig wechselnde Stimmungen. Die zwei Gitarren dominieren, das Keyboard untermalt dezent ohne alles zuzukleistern. Auch bei der Suche nach wilden Double Bass Attacken wird man nur selten fündig. Fans weichgespülter, kariesfördernder Zuckerwatte Melodien werden garantiert nicht angesprochen. Trotz der für Prog Metal typischen vertrackten Songstrukturen und vielen Rythmuswechsel handelt es sich um eine gut zugängliche Scheibe, was wohl daran liegt, dass die einzelnen Musiker ihre Soli nicht ausufern lassen zum Zweck der Darstellung ihrer instrumentalen Fähigkeiten.
Bemerkenswert wie es Vision Divine gelungen ist bei dem oben beschriebenen, doch sehr außergewöhnlichem Thema, eine abwechslungsreiche Linie ohne Stilbruch zu erreichen. Der Opener "My Angel Died" getragen von einem Piano und Luppis Stimme ist filigran und passt dennoch erstaunlich gut und schafft einen prima Kontrast zu der folgenden Uptempo Nummer des Titelstücks.
"Out of a distant Night (Voices)" beginnt ruhig mit der Stimme eines Erzählers mit dezentem Keyboard bevor die Gitarren und die Drums mächtig aus den Boxen schallen.
"Alpha & Omega" startet mit geheimnisvollen Syntiklängen dann dominieren harte Gitarrenriffs, schöner Kontrast zum melodischen Gesang.
"Eyes of a Child" wird mit leisen Pianoklängen eingeleitet bevor abermals das Tempo mächtig angezogen wird. Eines der härteren Stücke, satte Riffs und ein treibendes Schlagzeug sorgen für viel Druck. "The Daemon you hide" ist eins der Highlights auf der 25th Hour. Wunderbare Hocklines die sich mir sofort in den Lauschlappen festbrennen. Tolle Melodie schön rockig, Gänsehaut pur. Fast würde ich das Stück eher ruhig nenen wäre da nicht dieses Gitarren- Keyboards Duell in der Mitte, was für einen Tempoverschärfung sorgt.
Anschließend folgt mit "Waiting for the Dawn" ein kurzes Instrumental.
"The Essence of Time" schafft den Spagat zwischen viel Melodie und einer guten Portion Härte auch hier bleibt der Refrain sofort im Ohr. Diese Nummer ist stellvertretend für das ganze Album, abwechslungsreicher kann ein Song kaum sein. Auf Power folgt in der Mitte eine ganze ruhige Passage bevor es wieder richtig zur Sache geht. Trotz der Wechsel ist das Stück aus einem Guss. Besonders gut gefällt mir der Gesang von Michelle Luppi der eben nicht Power Metal artig seine Stimmbänder in höchste Höhen treibt, sondern sich eher in mittleren Tonlagen bewegt. Luppi singt mit einer Inbrunst die selten ist. Das Wechselspiel von Luppis Stimme mit den Backing Vocals ist einfach super.
Auch "A perfect Suicide" hat das gewisse Extra. Da springt sofort der Funke über. Drummer Alexandro Bissa hat hier Gelegenheit die Pedale der Bouble Bass mal so richtig zu treten. Auch die Gitarren klingen schön heavy, Olaf haut ein rasantes Solo raus und der mehrstimmige Gesang überzeugt ebenso.
"Heaven Calling" kommt sehr ruhig daher, Luppis Gesang sehr einfühlsam, zu Ende des Stücks steigert sich die Intensität. Toller Song.
Nach einem kurzen Break geht es fast nahtlos in den Schluss-Song "Ascension" über, genau wie das Intro ruhig, mit dem Ticken einer großen Standuhr leise ausklingend.
Als Produzent zeichnet neben Luigi Stefanini, der beileibe kein Unbekannter ist, Stratovarius Mastermind Timo Tolkki verantwortlich.

Fazit: Eine gelungene, abwechslungsreiche CD mit einem ungewöhnlichen Thema. Gekonnt werden Stimmungen und Emotionen beim Zuhörer geweckt. Moderner Power Prog Metal der etwas anderen Art. Für Fans von Balance Of Power, Stratovarius oder Angra eine klare Kaufempfehlung.

Titel-Liste:
 
  1. My Angel Died
  2. The 25th Hour
  3. Out of a distant Night
  4. Alpha & Omega
  5. Eyes of a Child
  6. The Daemon you hide
  7. Waiting for the Dawn
  8. The Essence of Time
  9. A perfect Suicide
  10. Heaven calling
  11. Ascension

Laufzeit:
 45:17 Min.


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