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Review: Vision Divine
 
9 DEGREES WEST OF THE MOON

Album:
 9 DEGREES WEST OF THE MOON, 2009, Frontiers

Stil:
 Melodic Progressive Metal, Progressive Power Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.M., 15.02.2009

Review:
 Vision Divine wurden 1998 als Nebenprojekt des Labyrinth-Gitarristen Olaf Thorsen (richtig eigentlich: Carlo Andrea Magnani) gegründet. Doch mittlerweile hat sich dieses Projekt - sicherlich auch wegen der zu verzeichnenden Erfolge - zu seiner Hauptgruppe entwickelt. Inzwischen stieß auch Ex-Rhapsody-Sänger Fabio Lione fest zur Band, der bereits zu den Anfangszeiten bei Vision Divine hinter dem Mikro stand. Zum aktuellen Line-Up gehören darüber hinaus Bassist Christiano Bertocchi, Gitarrist Frederico Puleri, Schlagzeuger Alessandro Bissa und Keyboarder Alessio Lucatti. Alle Musiker können auf Engagements in diversen italienischen Bands (Labyrinth, Seven Gates, Vexillum u.a.) zurückblicken.
Das neue Album 9 DEGREES WEST OF THE MOON ist bereits der sechste Longplayer der italienischen Formation. Produziert wurde es von Timo Tolkki. Ich bin gespannt, ob sie den hohen Standard, den sie mit dem THE 25TH HOUR vorgelegt haben, halten oder sogar noch überbieten können.
Vision Divine haben sich dem Progressive Power Metal verschrieben. Dabei ist ihre Kombination aus komplexen Arrangements und geradelinigen Hooklines sehr intelligent und spricht damit sowohl die Anhänger der vertrackteren Kompositionen wie auch der eingängigeren Klänge an.
Sie lassen einer Melodie Zeit sich zu entwickeln und geben den Hooks Raum zur Entfaltung, bevor ein Break angesetzt und sich der Rhythmus ändert. Trotz eines technischen Anspruchs ist die Musik leichter verdaulich, als bei vielen anderen Progressive-Formationen und besser zugänglich für die Leute, die sich sonst mehr dem Power- oder Melodic Metal verbunden fühlen.
Auch auf 9 DEGREES WEST OF THE MOON wird diese Schiene konsequent weitergefahren, wenngleich die Power-Anteile zugunsten von Melodic Metal etwas mehr in den Hintergrund treten. Die Stücke sind sehr gefällig, gehen durch die starken Melodien gekonnt ins Ohr und fordern durch die progressiven Anteile trotzdem ständig die Sinne des Hörers. Was mir aber fehlt sind ein paar Ecken und Kanten mehr.
Zum Teil wirken mir die Kompositionen ein wenig zu glattgeschliffen. Ich habe auch den Eindruck, dass der Part des Keyboards - und damit auch der Instrumental-Bombast - zugenommen hat. Das steht einigen Stücken schon gut zu Gesicht, andererseits wird mancher einen Quanten Härte und Power missen. Es ist sicherlich schwierig, es allen Recht zu machen, doch müssen die Italiener aufpassen, nicht ihre klare Linie zu verlassen. Mir fallen diesmal desöfteren Vergleiche zu epischer ausgerichteten Bands wie Edenbridge oder Visions Of Atlantis ein.

Ich will damit aber keineswegs ausdrücken, dass es auf 9 DEGREES WEST OF THE MOON nicht tolle Songs zu entdecken gibt. Mir persönlich haben es besonders die pompöse Halbballade "Angels in Disguise", das melodisch-hymnische "The Streets of Laudomia", das vielschichtige "Violet Loneliness" und "Out in open Space", das mich in der Machart an die ausgefeilten Stücke von Ayreon erinnert, angetan.
Nicht wirklich in das durchgängig melodisch-anspruchsvolle Konzept passt eine Nummer wie "The killing Speed of Time" mit teilweise sehr aggressiven Passagen, jedoch wird damit wenigstens etwas für Abwechslung und Auflockerung gesorgt. Der Titeltrack "9 Degrees west of the Moon" ist mir dagegen zu kitschig aufgemacht und von "Fading Shadow" würde zugegebenermaßen eine Version (bevorzugt die etwas rauhere Demo-Version!) reichen.
Das Judas-Priest-Cover "Touch of Evil" ist durch seine episch-bombastische Ausrichtung erst sehr gewöhnungsbedürftig, steigert sich meiner Ansicht nach mit jedem Hören etwas und wird so nach und nach eines der Highlights auf der Scheibe. Selbst als überzeugter Cover-Gegner muss ich zugeben, lange keine so ungewöhnlich arrangierte und trotzdem starke Variation gehört zu haben.
Sänger Fabio Lione präsentiert sich variabler, als man es zu Rhapsody (Of Fire)-Zeiten gewohnt war, da die Musik dort sein Organ doch irgendwie einschränkte. Bei Vision Divine kann er alle Facetten seiner Stimme unter Beweis stellen und besonders die emotionale Seite stark hervorheben. Die erwarteten Hochtöner-Attacken halten sich in erträglichen Grenzen. Ob er letztendlich besser singt als sein Vorgänger Michelle Luppi ist Ansichtsache. Die beiden nehmen sich in qualitativer Hinsicht nicht viel.
Auch den anderen Musikern kann man keine technischen Mängel vorwerfen. Sie erledigen ihren Job prima. Ich hätte mir manchmal etwas weniger Keyboard-Dominanz und einen Hauch mehr Power gewünscht, doch das ist jetzt nunmal Vision Divines Marschrichtung auf 9 DEGREES WEST OF THE MOON und muss so akzeptiert werden.
Die kompositorische Seite zeigt sich wieder vielseitig und gut ausgearbeitet. Im Allgemeinen wird gesteigerter Wert auf gefühlvolle Abschnitte und sich ändernde Intensitäten gelegt.

Fazit: Trotz einiger kritischer Worte, ist 9 DEGREES WEST OF THE MOON ein stimmiges Album, dass zwar keine weitere Steigerung aber jedenfalls das Halten des bereits hohen Standards bedeutet.
Vision Divine haben sich schon weiterentwickelt und setzen jetzt verstärkt auf eine melodisch-epische Devise, ohne die progressiven Trademarks zu vernachlässigen. Der technischen Anspruch ist geblieben. Für Fans der Formation sollte das Album ein must-have sein, und alle Anhänger des progressiven Melodic- oder Power Metal sollten mal intensiv reinhören.

Anspieltipps:
 "Angels in Disguise", "The Streets of Laudomia", "Out in open Space" und die Cover-Version "Touch of Evil".

Titel-Liste:
 
  1. Letter to my Child never born
  2. Violet Loneliness
  3. Fading Shadow
  4. Angels in Disguise
  5. The killing Speed of Time
  6. The Streets of Laudomia
  7. Fly
  8. Out in open Space
  9. 9 Degrees west of the Moon
  10. Touch of Evil
  11. Fading Shadow (Demo Version)

Laufzeit:
 60:02 Min.

Probehören und Kaufen:
Vision Divine: 9 Degrees West of the Moon

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