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Review: Adrian Weiss
 
Adrian Weiss - EASY GAME

Album:
 EASY GAME, 2014, Eigenvertrieb

Stil:
 Instrumental Rock, Guitar Hero

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 U.B., 09.07.2014

Review:
 Als Mitglied diverser Bands und gern gesehener Gastmusiker war der Düsseldorfer Gitarrist Adrian Weiss bereits an zahlreichen Alben beteiligt. Gut zwei Jahre nach seinem ersten Soloalbum BIG TIME steigt der sympathische Musiker nun mit seinem zweiten Solo Werk erneut in den Ring um den Leuten zu zeigen, wo der Gitarrenhammer der TS Customs Axt hängt. Nach dem mehr als überzeugenden Erstling waren die Erwartungen hoch und man durfte gespannt sein, was der Mann aus NRWs Hauptstadt auf die neue Scheibe gepackt hat. Ladies and gentlemen and now the main event of the evening. 12 rounds of heavy weight guitar playing, welcome the undefeated champion, in the red corner.... Adrian "The Wiseman" Weiss! Let`s get ready to rumble.

Ring frei zur ersten Runde. Auf "Akward Silence" spielt Weiss ein paar Slap Einlagen. Eine Technik die ursprünglich von Jazz Bassisten angewendet wurde die aber auch auf der Sechssaitigen gut funktioniert. Nach der ungewöhnlichen Einleitung geht es deftig aber melodisch weiter. Da sprudeln die flotten Licks nur so um die Wette. Beim Wechsel von stampfendem Hard Rock und super-schnellem Picking kommt garantiert keine Langweile auf.
Mit "Instant Relief" geht es genau da weiter. Angefeuert durch prasselnde Drums toben sich die Finger auf dem Griffbrett aus mit einer guten Mischung aus melodischen Elementen und viel Tempo.
"Aim to please" ist für mich eines der Highlights auf EASY GAME. Eine Melodie zum Sterben schön. Das sorgt für wohlige Gänsehaut. Mal sanft und verhalten, dann geradezu explodierende Spielfreude. Und trotz der Gegensätze harmonisch und schlüssig in den Übergängen. In den zurückhaltenden Abschnitten macht sich ein toller Bass bemerkbar. Alles in allem ein Paradebeispiel wie stimmungsvoll und emotional eine E-Gitarre klingen kann.
Auf "Immediate Measures" weht ein anderer Wind. Hier packt der Maestro nun die knackigen Riffs aus. Unruhig, kraftvoll, deftig und aggressiv sind die Attribute, nicht nur der Gitarren sondern auch von Bass und Drums.
Wer bei einem Titel wie "The last Days" an apokalyptische Endzeitstimmung denkt liegt verkehrt. Weiss selbst spricht von einer Power Ballade. Ich nenne es kristallklaren Gitarren Sound vom Feinsten, luftig und leicht. Ein typischer AW Song.
Auf "Hacienda" mischen sich nostalgischer 6-String Sound der Sechziger mit modernen Klängen. Hier sind die guten alten Shadows und The Ventures wieder auferstanden. Ältere Semester wie ich werden hier sofort an Songs wie "Apache" und "FBI" von den Shadows erinnert. Das Stück hat ordentlich Drive was einerseits den schnellen Gitarren, andererseits den treibenden Drums zu verdanken ist.
"Camel`s Dance" stellt eine Melange aus orientalischen Klängen und Vollgas Frickelpassagen dar. Das arme Kamel muss bis zum Stehkragen gedopt sein und dazu noch die Tollwut haben, ansonsten steht es das Tempo nicht durch.
"Second Sunrise" ist noch ein Beispiel für die Vielseitigkeit des Düsseldorfers, Fusion mit einer Prise Jazz und heiterem Gitarrenrock.
Darf es härter und energischer sein? Dann ist "The Offering" genau richtig. Wirbelnde Gitarren der Marke Weiss vor dem Hintergrund eines stark aufspielenden Basses und unterlegt mit gut akzentuierten Drums erwarten einen hier.
Der Titelsong "Easy Game" verbreitet eine heitere, unbeschwerte Stimmung. Es mutet teilweise schon fast provokativ an mit welcher scheinbaren Leichtigkeit der Gitarrist sich durch die technischen Schwierigkeiten wuselt.
Passend zum Titel beginnt "Night Owl" mit dem Sound der an das Schlagen einer Kirchturmuhr zu Mitternacht erinnert. Der Song ist weniger eingängig da recht düster gehalten, besitzt aber eine gute Atmosphäre. Das Stück erschließt sich einem erst nach mehrfachem Anhören was auch am ziemlich progressiven letzten Drittel liegt.
Und schon sind wir in der Schlussrunde. "Offbeat Frankenstine" ist abwechslungsreich und spannt einen Bogen von melodisch eingängig bis schroff aggressiv. Die Nummer ist gespickt mit den Auftritten vieler Gastmusiker. Zwischen dem eher sanften Beginn und Ende werden zackige Shred Angriffe zum besten gegeben.

Fazit: Auch auf Soloalbum Nummer zwei lässt der "Wiseman" wieder mächtig die Fäuste, -pardon die Finger, fliegen. Und zeigt, dass er kein Schattenboxer ist sondern ein exzellenter Techniker. Spätestens nach Runde (Song) 12 hat er auch den hartnäckigsten Gegner weichgeklopft. Die meisten Gitarristen hätten ohnehin schon früher das Handtuch geworfen. Winner by unanimous decision and still the champion, lautet das Urteil. War auf der BIG TIME noch eine starke Orientierung an Genregrößen, vor allem Joe Satriani, unüberhörbar so ist auf der EASY GAME der eigene Stil von Herrn Weiss erheblich ausgeprägter. Stilistisch ist das Album breit aufgestellt und bewegt sich meist zwischen Instrumental Rock, Guitar Hero bis Melodic Shred Metal. Bei vielen Tracks finden sich auch Anleihen bei diversen anderen Stilen. So wechseln betont sanfte Abschnitte häufig mit irrwitzig schnellen Gitarrenläufen ohne, dass der Song selber aus den Augen verloren wird. Klar will ein Gitarrist zeigen was er so drauf hat, da macht auch Adrian Weiss keine Ausnahme. Was ihn aber positiv von vielen anderen Griffbrettartisten unterscheidet ist, dass die technische Beherrschung seines Instruments nie zur Selbstdarstellung missbraucht wird und immer die Musik im Vordergrund steht. Unterstützt wird er dabei von Lars Zehner an den Drums und Marcel Willnat am Bass. Beide harmonieren ausgesprochen gut mit Weiss, was sicher nicht unerheblich an einer langen Zusammenarbeit liegt. Hinzu kommt ein glasklarer Sound mit einem feinen Mix. Die Gitarre beherrscht die Szene ohne je übermächtig zu sein, Drums und Bass sind ständig präsent. Weiter verfeinert wird das Ganze durch den Auftritt diverser Gastmusiker. Ein netter Zug, dass Weiss im Bocklet die Alben seiner Mitstreiter empfiehlt. Selbst beim Songwriting konnte man zulegen. Von der schnellen Speed Attacke bis zur sanften, gefühlvollen instrumental Ballade ist alles vertreten und man merkt eigentlich gar nicht, dass das Album komplett ohne Vocals auskommt. Nicht nur bei der Musik war viel Feinschliff angesagt, auch das Booklet zeigt ausgeprägte Liebe zum Detail. So wird zu jedem Track die Entstehungsgeschichte erläutert. Das Design lag in den bewährten Händen von Björn Gooßes von Killustrations der selber Musiker ist. Bleibt nach dem Schluss Gong (Song) als Fazit nur zu sagen: gelungene Vorstellung und souveräne Titelverteidigung.

Anspieltipps:
 Das gesamte Album. Und wenn ich mich auf die Highlights beschränke dann empfehle ich besonders: "Aim to please", "Hacienda", "The last Days" "Camel's Dance", "The Offering".

Tipp:
 Jeder der auf Instrumental Guitar Rock steht wird hier reichlich fündig. Für Fans von Joe Satriani, Steve Morse, Paul Gilbert und John Petrucci ein Pflichtkauf.

Titel-Liste:
 
  1. Awkwars Silence
  2. Instant Relief
  3. Aim to please
  4. Immediate Measures
  5. The last Days
  6. Hacienda
  7. Camel's Dance
  8. Second Sunrise
  9. The Offering
  10. Easy Game
  11. Night Owl
  12. Offbeat Frankenstine

Laufzeit:
 52:55 Min.

Band-Infos:
 
  • www.adrianweissmusic.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Adrian Weiss: EASY GAME

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