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Report: Nuclear Blast
 
Datum:
 A.K., 28.07.2012

Label: Nuclear Blast, Donzdorf, Baden-Würtemberg
Gründer/Besitzer: Markus Staiger
Gründungsjahr: 1987

Geschichte:
 
Nuclear Blast
Wohl kaum ein anderes (deutsches) Label hat es geschafft zum Synonym für extreme Musik aus der Metal-Szene zu werden, wie das in Donzdorf gelegene Label Nuclear Blast.

1987 vom seit seiner Kindheit musikbegeisterten Markus Staiger noch im Elternhaus ins Leben gerufen, benannte er sein frisch gegründetes Label in Anlehnung an seine Lieblingsband Blast kurzerhand NUCLEAR BLAST. Zuvor hatte Markus bereits einen kleinen Mailorder betrieben, welcher zuerst unter "Misthaufen Distributions" bekannte war und später als "Core". Als er schließlich – noch als Zivildienstleistender – sich einen Wunschtraum erfüllte und in sie U.S.A. reiste, kam er mit dem Entschluss in die Heimat zurück, sein Label ins Leben zu rufen.

Nuclear Blast: Markus Staiger und Indica
Noch im selben Jahr sollte das Label drei Alben herausbringen zu denen US-Sampler SENSELESS DEATH, dem Condemned-Album HUMANOID OR BIOMECHANOID und dem Impulse-Manslaughter-Debüt WHO LAUGHS LAST… LAUGHS ALONE gehörten.

Weitere Punk- und Hardcore-Alben sollten folgen, bis das bis dato noch recht unbekannte Label in den '90ern mit der Veröffentlichung der Alben von Atrocity, Incubus und Master von der Presse wahrgenommen wurde und eine beachtliche Bekanntheit erlangte. Angespornt vom Anklang der Musik auf welche sich sein Label spezialisierte, folgten in den kommenden Jahren viele weitere namhafte Bands und obgleich Staigers Label seinen Sitz weiterhin im Obergeschoss seines Elternhauses hatte, zählten bereits zwei festangestellte Mitarbeiter zum Nuclear Blast-Team, sowie ein florierende Mailorderabteilung. Schon damals pflegte Markus den Kontakt zu "seinen" Bands, was zur Folge hatte, dass der ein oder andere Künstler kurzerhand für ein paar Tage im Elternhaus des Owners einquartiert wurde, was nur ein kleines Indiz dafür war, wie sehr Staiger die Musik die er vermarktete liebte und auch lebte.

1991 rief Markus zusammen mit Relapse Records-Gründer Matthew Jacobson und Relapse-Mitarbeiter Bill Yurkiewicz Nuclear Blast USA ins Leben.


In den Jahren '93-'95 wuchs das Label stetig an. 15 Mitarbeiter zählte mittlerweile die Belegschaft und darüber hinaus, erfreute sich das Genre des Black Metals immer größerer Beliebtheit. Bands wie Dimmu Borgir und Amorphis traten u.a. für das Label den Siegeszug an. 1995 schaffte die Band Gorefest schließlich die erste Chart-Plazierung für das Label und setzte die Weichen für viele weitere Chart-Platzierung die noch folgen sollten.


1999 sprengte die Belegschaft sowie der Erfolg des Labels eindeutig die Kapazitäten des "eimischen" Labels und Staiger zog mit der Firma in ein großes Bürogebäude um, an welches ein eigener CD-Shop angebunden war, in welchem man fortan die Releases direkt zum Kauf anbot.


Das Internet bot Staiger noch mehr Möglichkeiten die Bands welche er unter Vertrag hatte zu vermarkten und anzupreisen und auch der Mailorder-Bereich, wuchs proportional zum Erfolg des Labels.


Es sollte bis zum Jahr 2000 dauern, bis das Label seine erste Goldauszeichnung mit Stratovarius´ Longplayer INFINITE, verbuchen sollte.


2004 dann – vermutlich war sich Staiger nicht bewusst, welchen Glücksgriff er in diesem Augenblick tat – nahm er die finnische Band Nightwish unter Vertrag, welche sich im Laufe der Zusammenarbeit zum Aushängeschild des Labels und Garant für Gold- sowie Platinauszeichnungen werden sollten.


Nuclear Blast's 20jähriges Jubiläum wurde entsprechend pompös gefeiert, zu welchem Zweck man die Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle anmietete, um das 20 Jahre Nuclear Blast-Festival steigen zu lassen. Wie es sich für ein Metal-Label von diesem Format gehörte, fanden sich Größen wie Blind Guardian, Dimmu Borgir, Edguy, Kataklysm und Subway to Sally ein, um zusammen auf das Wohl und weitere erfolgreiche Jahre anzustoßen.


Mittlerweile hat Nuclear Blast bereits sein 25tes Firmenjubiläum hinter sich und sind des Metals und der Liebe zur Musik nicht müde geworden. Und obwohl man dem Label gerne mal nachsagt, die "Herren der Special-Editions" zu sein, bleibt unterm Strich der Fakt, dass man in Donzdorf den Metal wahrhaft lebt.

Davon konnte ich mir selbst ein Bild machen, als mich das Label vor einiger Zeit einlud, um in den "heiligen Hallen" des Metals zu wandern und eine Sight-Seeing-Tour der Metal-Klasse zu bekommen.

Erlebnisbericht:
Nuclear Blast: Foyer
Schon im Foyer des Labels wird einem eindeutig klar, dass man hier liebt was man tut. So bieten diverse Vitrinen im Wartebereich einen kleinen Überblick auf das SE-Sortiment und wie zu erwarten prangen Promoplakate der Bands welche das Label vertritt an den Wänden.
Nuclear Blast
Hier machte bereits das Warten einen Heiden Spaß und zu sehen gibt es mehr als man auf einen Blick erfassen kann. Auf die Ohren gab es natürlich auch - feinste Metal-Beschallung erfüllte den Eingangsbereich – da war man sich von vornherein bewusst: HIER hat der eingefleischte Metalfan sein Mekka gefunden.

Nuclear Blast: Felix
Nachdem ich mit der anfänglichen Reizüberflutung klar gekommen war, sprintete auch schon Felix – aus der New-Media Abteilung, die Treppe zum 1. Stock herab um mich zu empfangen. Bandshirt, Headbangermähne – kurz definitiv vom selben Schlag, so wird man gerne begrüßt.
Somit war die anfängliche Nervosität verflogen, welche mir aufgrund der Frage "Wie stylt man sich wenn man Deutschlands größtes Independent Label besucht" echt sorgen bereitet hatte. Aber nun war alles gut. Felix war ein Typ wie du und ich und nach einem kurzem Plausch ging es auch direkt in die "Vollen".

Nuclear Blast: Büro-Etage
Einmal die Treppe hinauf ins Herzstück des Labels. "Willkommen in der Büro-Etage." Hier erstreckten sich diverse Gänge welche rechts und links in die einzelnen Departments führten. Vorbei an der Grafik-Abteilung, wo u.A. das BLAST Magazin entsteht, ging es vorbei an der Promotion-Abteilung und dem Büro der A&R's bis hin zu Felix Büro: Der New-Media-Abteilung. Was soll ich sagen: PCs, Poster von Bands welche sich in meiner Mediathek ebenfalls tummeln und zum krönendem Abschluss die entsprechende, musikalische Untermalung wie bereits im Foyer. Hier arbeiteten die fleißigen Jungs an allen Bereichen der neuen Medien welche Nuclear Blast unterhielt und schon nach ein paar Minuten Anwesenheit, wurde mir klar, das Klima untereinander hätte besser nicht sein können. Hier wurde geflachst und gelacht und wenn ich ehrlich sein soll, hatte ich mir die Arbeit bei einem Label nie so vorgestellt. Nichts von einer trockenen "Stock-Im-Poppes" - bzw. "Wir müssen seriös wirken" - Atmosphäre, sondern eine Ansammlung Musikbegeisterter, welche das Vergnügen hatten in direkter Zusammenarbeit mit den Bands an einem großem Projekt zu arbeiten.

Sicherlich, so wie mir Felix berichtete gab es auch oft genug stressige Zeiten, insbesondere wenn eine aktueller Release vor der Tür stand, oder eine neue Band in die Familie aufgenommen wurde und ordentlich Wirbel darüber gemacht werden musste. Aber trotz allem, ginge der Spaß dabei nie verloren was diesen "Job" schon mehr zu einer Berufung machte.

Nuclear Blast: Lager
Weiter ging die Sight-Seeing Tour durch das immense Lager des Mailorderbereiches, sowie dem direkt am Bürokomplex anliegendem Shop. Auf unzähligen Quadratmetern und zig Regalen warteten CDs, DVDs, Bücher, Shirts und alles was das Herz des Metallers höher schlagen ließ darauf, eingepackt und versendet zu werden. Im angrenzenden Shop hingegen, bedurfte es keiner Wartezeit. Alles was man dort sah – und es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen wirklich alles aufzuzählen – war direkt verfügbar und wartete nur darauf von Fans und Sammlern gefunden und gekauft zu werden.
Nuclear Blast: Shop
Vermutlich hätte ich mich übelst Verschuldet hätte ich alles gekauft was ich dort sah und mir gefiel, doch es bleibt zu sagen, dass wer hier nicht fündig wurde wahrscheinlich nirgendwo etwas passendes gefunden hätte.

Doch es sollte noch krasser kommen. Nachdem ich ausgiebig den Shop sowie das Mailorder-Lager besichtigen durfte, ging es weiter zu den absoluten Highlights der Tour. Die Treppen wieder rauf und ein kurzes Stück gelaufen, standen wir schließlich mitten in Markus Staigers Büro.
Nuclear Blast: Markus Staigers Büro - Andy K. vor der Wall of Fame
Da fiel mir schon die Kinnlade auf den Teppichboden, als mich die "Wall of Fame" einer Sirene gleich lockte. Hier prangten sämtliche Gold- und Platinalben an der Wand welche Nuclear Blast und seine Bands in den Jahren seit der Gründung verdient hatten.
Nuclear Blast: Markus Staigers Büro
Dominiert von den finnischen Symphonic-Metallern Nightwish, las ich Namen wie Manowar oder Dimmu Borgir und kam aus dem Staunen kaum noch raus.
Felix berichtete mir, dass man das Büro vom Chef hauptsächlich für Meetings oder (wie erwartet) Vertragsunterzeichnungen nutze, was mir die Sprache verschlug als mir bewusst wurde, welche Bands wohl schon in diesem Raum ein und aus gegangen sein mussten.

War das noch zu toppen? Man glaubt es kaum, das war es!

Nuclear Blast: Fun-Room
Zu guter Letzt, führte mich New-Media Experte Felix in den sogenannten Fun-Room. Der Raum - welcher fast größer als meine Wohnung war - bat mehr als das Auge erfassen konnte. Lebensgroße Dekofiguren von Batman, Lara Croft und anderen, teilten sich den immensen Platz mit Flipper- und Spielautomaten. Eine Sitzlandschaft thronte mittig und während ich mich staunend umsah, wurde mir klar, dass ich diesen Raum irgendwo schon einmal gesehen hatte. Ja klar! In einigen der Nuclear Blast-Videos auf YouTube. Hier wurden etliche der Interviews mit den Bands und Künstlern des Labels aufgezeichnete, sowie Indicas Auftritt zur Nuclear Blast -X-Mas Party und so vielen mehr. – Mal kurz kneifen ob das echt alles real war... Ja es war real! –

Nuclear Blast: Fun-Room
Noch mehr "Augen-
schmaus" boten die Exponate, welche die Wände zierten. So entdeckte ich hier u.A. eine handsignierte Gitarre von Dimmu Borgir, ein signiertes Becken von Nightwish's Jukka und einen weiteren Sechssaiter von Manowar.

Nuclear Blast: Fun-Room
Eine wahrlich inspirierende Atmosphäre, was es einleuchtend machte, dass man diesen Raum nicht nur zur Erholung, Treffen mit den Bands oder Pre-Listening Sessions nutzte, sondern auch die ein oder andere Release- oder Jubiläumsparty in diesen vier Wänden stattfanden.

Retrospektiv gesehen, kann ich nur sagen, dass bei Nuclear Blast der Metal nicht nur vermarktet, sondern in erster Linie gelebt wird!

Ich möchten mich an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei allen Mitarbeitern von Nuclear Blast und natürlich besonders Felix (der uns den ganzen Tag am Hals hatte) für die Einladung und die hammergeile Tour durch die heiligen Hallen des Labels und das unvergleichliche Erlebnis bedanken. – Vielen herzlichen Dank, Andy.

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