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Studio: Premacy
 
Auf Einladung des Labels Reroute Records bzw. der Promoterin Kerstin Becker ging es für mich am 26.10.2007 auf den langen Weg nach Oslo in Norwegen, um der Melodic Metal-Band Premacy bei den Aufnahmen zum ersten Full Length-Album über die Schulter zu schauen. Ein ganzes Wochenende mit der Band stand an und beinhaltete direkt zwei Studioberichte, ein Interview und viele Unternehmungen in und um Norwegens Hauptstadt.

Datum:
 M.K., 28.10.2007

UNTITLED - das Album
 Noch ohne Titel, Cover und Gesangsspuren, aber als Release für Anfang 2008 geplant.
UNTITLED

26.10.2007
 Los ging die Reise am besagten 26. Oktober, einem Freitag. In Hamm sollte es via Bahn nach Düsseldorf zum Flughafen gehen, doch die Lok musste ausgetauscht werden und der Zug stand mehr oder minder zwanzig Minuten in der Gegend herum, bis es dann mal auf den Weg nach Düsseldorf ging. Dort ging das orientieren, einchecken usw. überraschend einfach und schnell von Statten, war es doch mein erster Flug überhaupt. Dank des Wetters in Norwegen verspätete sich mein Flug jedoch um zwei Stunden und lange Gesichter machten vorm Schalter von Norwegian Airlines die Runde. Als es dann endlich in den Flieger ging, war die Stimmung jedoch wieder besser und ein problemloser, knapp zweistündiger Flug schloß sich an. Die Zeit wurde mit dem Überarbeiten des Interviews für Premacy sowie dem Lesen der aktuellen Metallektüren überbrückt. Als Soundtrack diente neben den bisherigen zwei Demos FRAGILE LIVES und VOICES ABOVE auch Serj Tankian's ELECT THE DEAD via mp3-Player.
In Oslo-Gardemoen angekommen musste ich dann erstmal eine lange Stunde auf das Gepäck warten. Natürlich fuhr dann auch weder der Flytog (Schnellzug nach Oslo) noch ein normaler Zug in die Hauptstadt und alle Fluggäste, die nach Oslo wollten, waren auf Busse angewiesen. Eine lange Schlange wartender Menschen war das erste Bild, dass sich mir von Norwegen außerhalb des Flughafens bot. Mit dem dritten Bus kam ich dann schlussendlich ins verregnete, kalte Oslo und dort via Taxi zum Hostel.
Um 02:30 Uhr lag ich nach einem unerwartet langen Tag dann im Bett. Chaos pur also am ersten Tag der Reise. "Welcome To Norway!"

27.10.2007
 Der Samstag begann außerplanmäßig früh: Bereits um 12 Uhr (ich wollte eigentlich etwas ausschlafen...) wurde ich von einem Mitarbeiter geweckt, der der Auffassung war, dass ich sofort auschecken müsste. Das ich zuvor über die Homepage des Ladens für zwei Nächte reserviert und das ganze sogar noch von Deutschland aus telefonisch abgesichert hatte, interessierte weder diesen Mitarbeiter noch den hinter der Theke.

Also ging es mit Sack und Pack in die Lobby, wo kurz darauf Kerstin, meine Kontaktperson, eintraf. Diese stelle sich als symphatische und gutgelaunte Frau heraus, konnte dennoch das Problem mit dem Hostel auch auf norwegisch nicht klären. Also raus in die Stadt. Kerstin entpuppte sich als erstklassige Fremden-
führerin, wie sich auf dem Weg zum Bahnhof herausstellte.

Dort ging es in ein Café und nach einer kurzen Stärkung wieder nach draußen, denn die Jungs von Premacy trafen ein.
Bassist Mats Magnem holte uns am Osteingang ab. Der Viersaiter von Premacy ging ebenso offen auf mich zu wie auch Schlagzeuger Torkil Riiser, welcher in seinem Auto auf einem Parkplatz wartete. Man fühlte sich direkt aufgenommen, eine gute Atmosphäre herrschte im Auto auf dem Weg zum ersten Programmpunkt:

Dem Besuch der Skisprungschanze Holmenkollen, die in der bergigen, von massenhaft Tannen bewaldeten Gegend über Oslo in die Höhe ragt. Die älteste Skisprunganlage der Welt ist begehbar, man geht quasi vom Auslauf die steinernen Tribünen hoch und erreicht eine Plattform mit Museum und einem Skisimulator. Dieser hat es den beiden Bandmitgliedern direkt angetan, eine Fahrt war unumgänglich. Und so konnten wir vier direkt am eigenen Leib erfahren, wie es ist, von eben jener Schanze zu springen oder Skislalom zu fahren. Im Simulator sicherlich lustig, auf dem über sechszig Meter hohen Turm wohl weniger.
Jenen Turm wollte vor allem Torkil unbedingt besteigen. Dafür musste man jedoch erstmal durch das Skimuseum, welches einige interessante Exponate bot, die mit lustigen Kommentaren der beiden Musiker veredelt wurden. Dann ging es via Aufzug (in welchem es untersagt ist, schizophren zu sein) und Treppen auf den Turm, der jedoch Dank Nebel den Blick auf Oslo nicht freigab. Dafür konnte der Auslauf der Anlage von oben begutachtet werden. Beeindruckend.
Nach einem kurzen Halt in einer sehr guten Burgerbude, die von außen einen wenig vertrauenserweckenden Eindruck machte, ging es ins kleine Tuft Studio, welches recht versteckt auf einem Bauernhof im Umfeld von Vestby, ca. 30 km von Oslo entfernt, liegt. Dort war Gitarrist Stian Dahl bereits den ganzen Tag am werkeln, doch auch er nahm mich sehr freundlich und zuvorkommend in Norwegen auf. Nach dem Interview folgte das Herzstück dieses Berichts:

Der Studiobericht
 
Vier von elf Songs spielten die Jungs mir vor. Ich hatte die Ehre, der erste außerhalb des engen Umfelds der Band zu sein, der die Rohfassungen hören durfte und bedanke mich hiermit nochmal für diese Möglichkeit. Die Songtitel sind allesamt Arbeitstitel und können sich noch ändern.

"Reaching Minima"
Der erste Song kam mit modernen Arrangement und in einer druckvollen Rohfassung aus den Boxen. Der Gesang fehlte, da die Band bekanntlich derzeit nach einem neuen Sänger sucht. Doch der Rest des Songs konnte definitiv überzeugen. Einige Tempiwechsel zeugen von intelligentem Songwriting, in der langsameren Bridge findet ein Gitarrensolo Platz, welches in harte Riffs übergeht. Der Song wird im Verlauf komplexer und bietet eine gute Mischung aus Melodie und Härte.

"Desire for Beauty"
Dieses Stück war in einer leicht abgewandelten Version schon als "Connection" auf der VOICES ABOVE-EP vorhanden, wurde jedoch für das Album teilweise umgeschrieben. Hier gab es noch den Gesang von Thomas Dahl, dem ehemaligen Sänger der Band, zu hören. Dieser wird jedoch durch den Gesang des noch zu bestimmenden Sängers überspielt. Mit mehreren Gitarrenspuren und sehr ruhig startet das Lied, Thomas' Gesang setzt später ein, die Gesangslinien überzeugen auf Anhieb. De Refrain kommt mit schweren Riffs daher und bietet einen guten Kontrast zu den Strophen, denn dort wird die Gitarre teilweise gezupft. Die nachfolgende, ebenfalls härtere Bridge bietet einen Mitsingpart, der live sicherlich funktionieren wird. Ein Gitarrensolo folgt, der Refrain ebenfalls und aus. Gescheite Halbballade.

"Devoured"
Beim dritten Stück gab es ebenfalls Thomas' Gesang zu hören. Die Mid-Tempo-Strophen sind mit abwechslungsreichem Drumming von Torkil unterlegt, im Refrain geht es kraftvoll zu. Auffallend ist, dass in den Strophen Gesang und Musik im Kontex zueinander stehen, was richtig gut klingt. Im Refrain passt dann beides wieder zusammen. Man merkt, gutes Songwriting ist hier angesagt. In der ruhigeren Bridge gibt es ein schnell gespieltes Gitarrensolo von Stian, eine Bassline und Keyboards führen den Song dann weiter. Ein druckvolles Stück, welches zum Ende hin das Tempo noch einmal anzieht.

"Anger Management"
Im Vergleich zur EP-Version auf FRAGILE LIVES fällt auf, dass "Anger Management" in der Albumversion vielschichtiger ist, da die Band durch größeres Budget mehr Spuren benutzen kann. Da bekommt das Stück direkt ein neues Solo spendiert. Das Grundarrangement wird jedoch beibehalten und an einzelnen Punkten verbessert. Wird interessant zu hören sein, wie das Ganze mit neuem Sänger klingt. Instrumental auf jeden Fall eine weitere Mischung aus Härte und Melodie mit gutem Songwriting. Nachzulesen im EP-Review.

Gemischt wird das Album im übrigen von Daniel Bergstrand (u.a. In Flames-Hausproduzent), als Produzent fungiert Gitarrist Stian Dahl (norwegische Insider-Größe, spielt neben Premacy noch bei Soundborne und VileDenial). Sobald der neue Sänger feststeht, werden die fehlenden Gesangsspuren eingesungen und das Album fertig produziert. Mit einem Release ist Anfang 2008 zu rechnen.

Danach...
 Nun verabschiedete sich Mats aufgrund familärer, gesundheitlicher Probleme und kurz darauf machten Stian, Torkil, Kerstin und ich uns in Stians Kleinwagen auf zu dessen Wohnung. Dort wurde sich bei Bedarf umgezogen und frischgemacht. Außerdem entdeckte ich Carlsberg-Bier für mich, definitiv ein persönliches Highlight. Nach einigen Bieren, Chips und dem Hören von Musik ging es dann zu einer nahegelegenen Pizzeria. Die kulinarischen Feinheiten des Ladens wussten zu überzeugen. Außerdem hatten Torkil und Stian ihren Spaß daran, die Bedienung zu ärgern und anzuflirten. Diese revangierte sich mit dem äußerst langsamen Ausstellen der Rechnung, was uns fast die Fähre nach Oslo verpassen ließ.

Dennoch lief alles glatt und über den Seeweg ging es zurück in die Hauptstadt. Nach dem Anlegen wurde man direkt von einem schlechten Straßensänger begrüßt, der allen Ernstes Metallicas "Nothing else matters" mit Hingabe versaute. Mit der Straßenbahn ging es zurück zum Hostel, welches Stian zwischenzeitlich vom Studio angerufen hatte. Die Probleme wurden geklärt, ich hatte wieder ein Dach über dem Kopf.
Jedoch keine Bettwäsche. Ich stand mit Gepäck im Hostel, die Band mit Bettwäsche draußen. Die Lobby hatte zwischenzeitlich geschlossen und nun musste erstmal ein Weg aus dem Hostel gefunden werden, was sich als gar nicht so einfach heraus stellte. Mit Zeichensprache, Handydisplays etc. wurde sich durch die anscheinend schalldichte Glasscheibe verständigt, schlussendlich konnte ich dann doch noch mein Bett beziehen.

Nun ging es ins Osloer Nachtleben. Ein Besuch des Garage Clubs stand an. Hier traten erst zwei Wochen vorher die Beatsteaks auf. Auch Premacy standen hier schon auf der Bühne. In den von Stian favorisierten Keller konnten wir leider nicht sofort, dort lärmten noch Death Breath. Also musste mit schlechter Rockabilly/Punk-Musik im anderen Raum des angesagten Clubs gelebt werden. Ein kurzer Abstechter im Keller folgte nach dem Konzert, dann war auch schon Abschied nehmen angesagt.
Die Wege trennten sich auf den Straßen Oslos, da die Band + Kerstin zur Fähre musste, während ich mich auf den Weg ins Hostel aufmachte. Ein baldiges Wiedersehen wurde ausgemacht, alle Beteiligten hatten augenscheinlich ein gutes Wochenende erlebt. Mitten in der Nacht fielen mir dann die Augen zu und der Samstag war schon vorbei.

28.10.2007
 Sonntag war dann frühes Aufstehen angesagt, denn wenn man nicht zeitig auscheckt, darf man eine zusätzliche Nacht bezahlen. Dies sollte tunlichst vermieden werden, was mir auch gelang. Nach einigem Herumlaufen durchs nieselige Oslo machte ich mich dann via Bus wieder auf zum Flughafen Gardemoen, der bei Tag drei bis vier mal so groß wirkt wie bei Nacht.

Nach dem problemlosen Einchecken, abwarten und fliegen landete ich dann in Düsseldorf und war gegen 22:00 wieder in Hamm. Ein schönes, aber teures (Norwegen gehört zu den teuresten Ländern der Welt, speziell Oslo) Wochenende lag hinter mir - um einige Erfahrungen und Eindrücke reicher.

Ich bedanke mich hiermit nochmal bei Mats, Torkil und Stian von Premacy, deren Promoterin Kerstin und Reroute Records für alles!

Band-Infos:
 
  • www.premacy.no 

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