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Studio: Scars on Broadway
 
Album Listening Session
Studios 301 Cologne, Köln

Universal lud ein und die Fachpresse folgte dem Ruf des Majorlabels ins rheinische Köln. Bei bestem Wetter machte auch ich mich per Bahn auf in die Rheinmetropole, um bei der Album Listening Session des lang erwarteten Scars on Broadway-Albums, welches selbstbetitelt schlicht SCARS ON BROADWAY heißt, dabei zu sein.
Scars on Broadway, das sind Gitarrist und Sänger Daron Malakian und Schlagzeuger John Dolmayan. Beide haben in der Vergangenheit gemeinsam mit Serj Tankian und Shavo Odadijan als System of a Down die Musikwelt revolutioniert. Doch nach fünf großartigen Alben geht die Band vorerst getrennte Wege um Soloprojekte zu realisieren.

Serj machte im Vorjahr mit ELECT THE DEAD den ersten Schritt, Daron und John hoben im Dezember 2005 die Grundidee für Scars on Broadway aus der Taufe. Ende September 2007 ging es mit einer Unmenge an Ideen gemeinsam mit Co-Produzent Rick Rubin ins Studio um 12 Songs aufzunehmen, die am ersten August hierzulande als SCARS ON BROADWAY in den Läden stehen werden.

Datum:
 M.K., 04.06.2008

SCARS ON BROADWAY
 Knapp zwei Monate zuvor schickte das amerikanische Label der Band, Interscope Records, einen ranghohen Mitarbeiter über den großen Teich um die wartende Presse vorab zu informieren. Im Gepäck hatte er nicht nur sechs fertig produzierte und gemasterte Songs von SCARS ON BROADWAY sondern auch den Manager der Band. Beide zusammen waren schon vorab äußerst begeistert vom Material der Band und somit war es auch kein Wunder, dass die versammelte Presse aus Funk, Print und Onlinemedien nicht lange auf die ersten Klänge aus den Boxen des renommierten Studios 301 Cologne (hier nahmen unter anderem die Guano Apes ihr Goldalbum WALKING ON A THIN LINE auf) warten musste. Doch genug des Vorgeplänkels, nun geht es (mit jeweils einem kleinen Stück Lyrics) ans Eingemachte:
ALBUMTITEL

"They say"
"They say" dürfte den meisten Interessen an Scars on Broadway bereits bekannt sein: Am 28. März wurde der Song auf der Homepage und der MySpace-Seite der Band nach einem Countdown veröffentlicht und stand kurzzeitig zum Download bereit. Die erste Single aus dem Debütalbum beginnt mit einem unorthodoxen Riff, der die ersten Sekunden für sich alleine steht. Nach wenigen Sekunden setzen die kraftvollen Drums von Dolmayan und der Bass ein, nach einer halben Minute folgt der Gesang von Daron. "They say" geht sofort ins Ohr und kann vor allem durch die total durchgedrehte Gitarrenspielweise im Refrain überzeugen. Das Tempo des Songs ist im Mid-Tempo gehalten, mit 02:48 Minuten ist das Stück in typischer Malakian-Songwriter-Länge. Zum Ende hin wird das Tempo kurzzeitig angezogen, dann hört der Song abrupt auf. Knackiges Stück, das als erstes Single und auch live funktionieren sollte.

Lyrisches Beispiel:
"I fall in love with the old times
I never mention my own mind
Let's fuck the world with all it's trend
Thank god, it's all about to end"

"World long gone"
Der zweite vorgestellte Song ist schneller als die Single und erinnert an System of a Down. Ein abgedrehter, hypnotischer Riff geht mit Einsatz der Stimme von Malakian in einen abgehackten über. Die Lyrics bestehen oft aus Doppelreimen. Nach vier Zeilen geht es mit einem Refrainaufbau, der über Keyboards verfügt, weiter. Direkt wird das Tempo heraus genommen und eine Ohrwurmgesangsmelodie folgt. Im Chorus kann der treibende Drumbeat überzeugen. Lyrisch geht es um den Verfall unserer Welt, Daron macht sich, wie auch in seiner Hauptband, Gedanken. Nach dem zweiten Chorus folgt eine Art kurzes Gitarrensolo, das als Bridge zu einem weiteren Refrain fungiert. Der Riff vom Beginn des Songs wird am Ende aufgegriffen und immer höher gespielt bis der Song auf einmal endet. Knappe drei Minuten Spielzeit.

Lyrisches Beispiel:
"Maybe I don't know
How many people are starving
In this world long gone"

"Chemicals"
"Chemicals" startet mit einem puren Industrialintro, ein flotter Bass Drum-Beat wird dazu gelegt und das Tempo der Industrial-Drummachine wird noch weiter angezogen. Daron beginnt zu singen und klingt gewohnt nasal, dennoch sauer, fast hysterisch. Ein ruhigerer Refrainaufbau folgt und der Chorus ist gewohnt hochwertige Kost:
Härte wird hier mit einem unglaublichen Ohrwurm kombiniert, der sich ins Hirn einprägt und so schnell nicht mehr aus selbigem raus will. Atmosphäre wird hier groß geschrieben, der Refrain tritt ordentlich Arsch. Die nachfolgende Bridge verfügt über eine immer wieder kehrende Zeile während eine Keyboardmelodie sich den Weg durch den Industrial bahnt. Zum Ende hin folgt noch einmal der Chorus, in den die Keyboardmelodie eingebaut wird und das äußerst abwechslungsreiche "Chemicals" endet nach rund drei Minuten. Für mich als Industrialer der pure Wahnsinn.

Lyrisch Beispiel:
"I smashed your face
You fell in love
And i said 'fuck your mom'"

"Kill each other"
Vor dem Song wurde bekannt gegeben, dass das Stück auf dem endgültigen Album eventuell einen anderen Namen tragen wird. "Kill each other" beginnt schleppend und findet sich im Mid-Tempo wieder. Der Gesang von Daron wechselt sich mit dem kraftvollen Drumming von John ab, ein atmosphärischer, hymnenhafter Refrain folgt. Wie schon in "World long gone" schlagen Scars on Broadway hier lyrisch ernstere Töne an. Trotz der leicht bedrückenden Lyrics kann man zum Song gut mit dem Kopf und Fuß wippen. Die Bridge besteht nur aus Keyboard bzw. Orgel und dem Gesang von Malakian, zum Ende des Stückes wiederholt sich der Refrain einige Male.

Lyrisches Beispiel:
"We don't wanna believe
That the world can still move on
We don't wanna believe
That the sun can still shine on"

"Enemy"
Wer von den Anwesenden dachte, bekloppter als in "Chemicals" geht es nicht, dem fiel bei "Enemy" fast der Kugelschreiber aus der Hand:
Nach einem sehr jazzigen Beginn startet auf einmal ein absolut tanzbarer Drumbeat und Scars on Broadway machen hier richtig Party. Die Köpfe wippten im Takt, der zweistimmige Gesang und die locker gespielte Gitarre führt angenehm in den Song. Die Gitarrenarbeit klingt zwar etwas nach System of a Down, hört sich jedoch immer frisch und unverbraucht an. Im langsamen Mittelteil, der mit abwechslungsreichen Drums glänzen kann, wird der System of a Down-Demosong "Drugs" bzw. dessen Chorus verarbeitet, dem einen oder anderen SOAD-Hardcorefan wird diese Passage bekannt vorkommen. Danach fängt der Song im Prinzip wieder von vorne an und die Party kann weiter gehen. Der Song ist der absolute Ohrwurm und wenn bei "Enemy" nicht die Tanzflächen glühen…ja, dann läuft aber einiges falsch. Absoluter Gottsong.

Lyrisches Beispiel:
"We're on drugs
We're on drugs
Do you like drugs?"

"Whoring Street"
Das letzte gespielte Stück beginnt mit einer ruhigen Gitarrenmelodie, die mit viel Hall und unterschwelligen Keyboards unterlegt wird. Man wird leicht an "Lonely Day" erinnert als Drums und Gesang einsetzen. Die Lyrics sind ein weiteres Mal recht melancholisch angehaucht, der Song stellt sich jedoch dennoch als Kopfnicker heraus.
In den Strophen an sich kommt das Schlagzeug nur bedingt zum Einsatz, der Fokus liegt auf der Gitarrenmelodie und dem zweistimmigen Gesang. Daron leidet, predigt, klingt verzweifelt und dazu noch glaubhaft. "Whoring Street" verfügt über eine kurze Spielzeit und dürfte geschätzte zweieinhalb Minuten lang sein. Dennoch gibt es im Mittelteil ein gefühlvoll gespieltes Gitarrensolo, das mit dem andauernden Gesang harmoniert. Würde den perfekten letzten Song auf SCARS ON BROADWAY darstellen.

Lyrisches Beispiel:
"Is there anybody here
Who hears me crying
I'm dying"

Nach dem ersten Durchlauf wurden ein paar Fragen der Presse beantwortet und mehrere Fakten kamen ans Tageslicht:
  • Scars on Broadway werden die nächsten zwei Jahre die Priorität von John und Daron sein. System of a Down sind jedoch NICHT aufgelöst und alle vier Bandmitglieder verstehen sich weiterhin blendend.
  • Das komplette Album wurde von Daron Malakian geschrieben und produziert, als Co-Produzent fungiert Rick Rubin.
  • Der Plattenvertrag mit Interscope wurde erst drei Wochen vor der Listening Session unterzeichnet; dennoch ist das Label so begeistert vom Material und Potential der Band, dass sie Scars on Broadway als das Kronjuwel der neuen Rockgeneration der Firma ansehen.
  • Das fertige Album wird hierzulande am 1. August erscheinen und höchstwahrscheinlich zwölf Songs umfassen. Keiner der Songs wird länger als 3:10 Minuten dauern.
  • Der Beat von "Enemy" entspricht exakt dem Galopp eines Pferdes.
  • Die Band spielt Ende Juni ausgewählte Clubshows in Europa, im August stehen Festivals (u.a. das Area4) an und im September kommt die Band für drei Shows zurück nach Deutschland, eine davon höchstwahrscheinlich in Köln.

Scars on Broadway - Daron Malakian

Fazit: Alle sechs gespielten Songs konnten die anwesende Fachpresse komplett überzeugen. "Kill each other", "Enemy", "World long gone" und "Chemicals" waren so populär das es einen zweiten Durchlauf zu hören gab. Sollten die sechs noch fehlenden bzw. nicht gehörten Songs das Level halten (wenn nicht sogar übertreffen) können, dann steht hier für mich ein Kandidat für den Titel "Album des Jahres 2008" an. Fans von System of a Down und jene, die an Serj' Werk das Verrückte vermissen, werden Scars on Broadway lieben. Auch wenn große Unterschiede zwischen SOAD und SOB bestehen. Aber davon kann sich der geneigte Interessent ab dem 01.08. über Universal selber überzeugen. Universal und Interscope gilt hier mein Dank für die Einladung zur Listening Session!

Band-Infos:
 
  • www.scarsonbroadway.com 

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